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Internet-Präsens des Dorfes Beckrath
Beckrath in GOOGLE-Map
Bedeutung des Ortsnamens
Der letzte Müller von Beckrath
Kleine Chronik des Denkmalpflege- und Heimatverein Beckrath
Aktuelles
Veranstaltungen
Ortsvereine
Gefallene und Vermißte aus Beckrath
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Honschaft Beckrath - Serie der RHEINISCHEN POST - Folge 47
BürgerZeitung
BürgerRadio
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Beckrath ist ein ländliches Dorf im Stadtbezirk Wickrath der Stadt Mönchengladbach, hatte Ende 2007 1.310 Einwohner und zählt mit Wickrathberg und Herrath zu den reformierten Dörfern.
Denkmalpflege- und Heimatverein Beckrath von 1921
 | | Denkmal in Beckrath |
Vorstand ab 15. Februar 2008
Ehrenvorsitzender: Heinz Schröter
1. Vorsitzender: Fritz Moll
2. Vorsitzender: Ulrich Croon
1. Schriftführerin: Gaby Kamp
2. Schriftführer: Peter Plümäkers
1. Kassierer: Alfred Morjan
2. Kassiererin: Ute Schraub
Beisitzer/in: Martha Coenen, Dirk Jennessen, Ellen Keimer,
Frank Oellers, Dieter Pesch, Hans-Walter Schraub.
Sachkundige Bürgerin: Helga Brücher
St. Martinszug: Daniela Schmitz
Der Denkmalpflege- und Heimatverein hat 387 Mitglieder.
Der Jahresbeitrag beträgt 6,00 €uro
Neue Mitglieder sind immer willkommen!
Kirmes ist immer am letzten Sonntag im August
= Wochenende Freitag, Samstag und Sonntag
** Ortsvereine **
Ansprechpartner in den Beckrather Ortsvereinen
Turnverein Beckrath (TVB):
Vorsitzender: Thomas Peters
Pressesprecher: Manfred von Gehlen, Pongser Kamp 85
41239 Mönchengladbach – 0173 - 2 94 98 35
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Denkmalpflege- und Heimatverein (DHV):
Fritz Moll, Im Buscher Feld 14
41189 Mönchengladbach, – 0 21 66 - 5 79 11
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Evangelische Frauenhilfe:
Roswitha Toriht-Rohde, Am End 6
41189 Mönchengladbach, – 0 21 66 - 5 67 65
Andrea Jansen, Im Buscher Feld 33
41189 Mönchengladbach, – 0 21 66 - 55 16 25
Förderverein Gemeindehaus (FV):
Heidrun Paulussen, Zum Johannestal 50
41189 Mönchengladbach, – 0 21 66 / 5 73 55
Freiwillige Feuerwehr (FFW):
Heinz-Albert Kamp, Beckrather Dorfstraße 66
41189 Mönchengladbach, – 0 21 66 - 5 61 40 – Fax: 0 21 66 - 12 79 69
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Gesangverein (GV):
Monika Reugels, Pongser Kamp 85
41239 Mönchengladbach, – 0 21 66 - 13 22 86
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Landfrauen (LF):
Gaby Kamp, Beckrather Dorfstraße 66
41189 Mönchengladbach, – 0 21 66 - 5 61 40 – Fax: 0 21 66 - 12 79 69
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Leprahilfe:
Inge Holz, Enger Weg 1
41189 Mönchengladbach, – 0 21 66 - 5 99 34
** Aktuelles **
Jahreshauptversammlung Denkmalpflege- und Heimatverein Beckrath
im evangelischen Gemeindehaus in Beckrath am 3. April 2009.
Die JHV gedachte seiner verstorbenen Mitglieder Paul Fricke, Hilda Gustorf, Hans Hurtmann, Änni Kamphausen und Hilde Stümpges.
Die Regularien wurden in Rekordzeit abgewickelt, Überraschungen gab es nicht.
Die Mitgliedschaft im DHV kostet 6 Euro/Jahr. Zur Zeit sind 363 Mitglieder im Verein. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen!
 | | Fritz Moll - Foto: MvG |
Der Vorstand setzt sich zusammen aus:
1. Vorsitzender Fritz Moll
1. Schriftführerin Gaby Kamp
1. Kassierer Alfred Morjan
2. Vorsitzender Ulrich Croon
2. Schriftführer Peter Plümäkers
2. Kassiererin Ute Schraub
Kassenprüfer sind Michael Frentzen, Brigitte Frentzen und Edelgard Stahl-Kamerichs.
Zum Vorstand gehören 6 Beisitzer/innen = Martha Coenen, Dirk Jennessen, Ellen Keimer, Frank Oellers, Hans-Walter Schraub, Dieter Pesch sowie die sachkundige Bürgerin, Helga Brücher.
Es wurden noch zwei Kurzfilme von Festzügen aus längst vergangenen Tagen gezeigt, die mit viel Applaus bedacht wurden.
Deutliche Worte richtete der geschäftsführende Vorstand an seine Mitglieder
Sterben auf Raten, für die Beckrather Kirmes?
Wenn es den Verantwortlichen der Beckrather Kirmes in diesem Jahr nicht gelingt, dem Zeltwirt eine bestimmte Hektoliter Zahl an Bierumsatz zu garantieren, dann gehen wohl in Beckrath, am letzten Wochenende im August, die Lichter für immer aus.
Der Zeltverleiher hat gleichzeitig den Ausschank und kommt, so versicherte er, gerne nach Beckrath, aber es muss sich für ihn auch lohnen. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Der Denkmalpflege- und Heimatverein ruft deshalb alle Beckrather und auswärtigen Gäste auf, sich an der Kirmes zu beteiligen. Kämen nicht die Wickrather Schützen, dann hätte es wahrscheinlich längst das befürchtete Debakel gegeben. Aber Beckrath hat nun mal keine Schützen und in die Turnhalle auszuweichen, das bedeutet den sicheren Abstieg in die Bedeutungslosigkeit.
Die Beckrather Kirmes 2009 wird am Freitagabend von MRS. BEAN für Besucher über 30 eröffnet.
Am Samstag folgt der große Festabend mit Laienspiel, Tanz und Verlosung.
Während und nach dem Festzug am Sonntagmorgen spielen die Eickener Fanfaren-Trompeten "Schöpp op" und die Rolf-König-Band. Das Beste, was zwischen Köln, Aachen und Mönchengladbach zu finden ist. Damit haben die Verantwortlichen in Beckrath einen ganz dicken Fisch an Land gezogen.
„Ohne Sponsor hätten wir uns das nicht leisten können“, sagte der Chef des DHV, Fritz Moll „bei uns spielen die Musiker für Peanuts, irgendwo anders bekommt die Band das drei- bis vierfache an Gage. Noch einmal ein herzliches Dankschön.
Wir hoffen, dass die Beckrather den Ernst der Lage erkannt haben und das Zelt rappelvoll machen.“
Quelle: MvG
Vorstandswechsel beim TV Beckrath
 | | v.l. Thomas Peters - Brigitte Frentzen - Jürgen Jansen – hinten: Jubilarin Helga Brücher Foto: MvG |
Bis auf den 1. Kassierer ist der komplette Vorstand des TV Beckrath neu besetzt worden. Da der 1. Vorsitzende (Wilhelm Bertrams) und der 1. Geschäftsführer (Holger Schmitz) aus persönlichen Gründen zurücktraten, blieb nur noch die 1. Kassiererin im Amt. Die übrigen Vorstandsposten waren verwaist.
Was keiner so richtig geglaubt hatte, trat ein. Junge Leute erklärten sich spontan bereit, die wichtigen Posten zu übernehmen. Nur für den 2. Kassierer wurde niemand gefunden. Doch halt! Nach der Jahreshauptversammlung versicherte Inge Peters, daß sie diesen Posten im nächsten Jahr gerne bekleiden möchte. Das wurde beifällig registriert.
Nach den Wahlen sieht der Vorstand so aus:
Hans-Gerhard Roelen (Ehrenvorsitzender),
Thomas Peters (1.Vorsitzender für 1 Jahr),
Michael Rostek (2.Vorsitzender),
Jürgen Jansen (1.Geschäftsführer für 1 Jahr),
Lutz Wormuth (2.Geschäftsführer),
Brigitte Frentzen (1.Kassiererin),
Dirk Bohlen, Bernd Lambertz, Dirk Rohde und Achim Wilms sind Beisitzer,
Miriam Wolters ist Sozialwartin und besucht die Mitglieder bei freudigen Anlässen und bei Krankheit,
Manfred von Gehlen ist Pressesprecher,
Elisabeth Engels, Gaby Kamp und Inge Peters prüfen die Kasse.
Schloß-Prosecco gab es für die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder und für die Sozialwartin Elisabeth Engels.
Die Versammlung gedachte den verstorbenen Mitgliedern Hilda Gustorf und Änni Kamphausen.
Für 25-jährige Mitgliedschaft gab es für Claudia Bodewig, Elisabeth Engels, Martina Hagen, Christoph Kuhlen, und Carmen Reichert die Silbernadel und die dazugehörige Urkunde.
Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Walter Kamphausen mit der Goldnadel ausgezeichnet
Für 60-jährige Mitgliedschaft gab es ein Tröpfchen vom Besten für Helga Brücher. Die Gratulationscour wurde von lang anhaltendem Beifall begleitet.
Goldrichtig war es, mit der HSG Wickrath eine Spielgemeinschaft zu bilden. Im zweiten Jahr zeigt sich, daß Junioren und Senioren wieder eine Macht sind. Wer kann schon mit 14 Jugendmannschaften sowie drei Mini-Teams, vier männlichen Senioren- und einer Damenmannschaft aufwarten? Der Dank des neuen Vorstands galt den Leuten an der Außenlinie, die Woche für Woche mitfiebern, Anweisungen geben, sich nach einem Sieg freuen und nach einer Niederlage die Mannschaften wieder aufbauen müssen.
Zwei Gymnastikgruppen mit fast 70 Frauen haben montags und mittwochs Spaß und Freud.
Zwei starke Freizeitgruppen komplettieren das Angebot des TVB
Gesangverein „Einigkeit“ Beckrath neu orientiert
Seit dem 1. Januar 2010 singt der Gemischte Chor „Einigkeit“ Beckrath unter neuem Dirigat. Freundschaftlich und friedlich trennte man sich nach 27 Jahren einvernehmlich vom langjährigen Dirigenten, Hans-Joachim Meuer.
 | | Georg Foitzig - Foto: Manfred von Gehlen |
Der GV brauchte neue Impulse, um auf dem eingeschlagenen Weg weiter voran zu kommen. Die Vorstellungen von Dirigent und Chor drifteten immer weiter auseinander. Neuer Dirigent ist der 48jährige Musiklehrer Georg Foitzik, der an einer Gemeinschaftsschule in Mönchengladbach tätig ist und zudem Musikunterricht an der Musikschule Müßeler in Rheydt erteilt. Ebenso ist er Chorleiter vom Geistenbecker Gospelchor und einigen anderen Chören im Umfeld.
„Wir haben einen guten Fang gemacht“, so die 1. Vorsitzende Monika Reugels. „Der Chor, der sich einheitlich für diese Maßnahme ausgesprochen hatte, arbeitet heute wieder mit viel Einsatz, der in der Vergangenheit doch zusehends vermißt wurde. Das Singen macht wieder richtig Freude.“
Georg Foitzik will den Chor mit flottem Liedgut attraktiver machen und hofft, daß noch die eine oder andere Stimme hinzukommt. Drei neue Sopranistinnen sind schon an Bord. Einige Tenorstimmen würden dem GV sicherlich gut tun. Neue interessierte Sangesbrüder und -schwestern sind herzlich willkommen, dienstags von 20.15 – 21.45 Uhr im Saal der Gaststätte „Zum Wey-Stübel“ mit zu proben.
Vorsingen, das ist eine Hemmschwelle für viele, braucht niemand. Und nach den Proben ist noch lange nicht Schluß. Dann folgt der gemütliche Teil des Abends. Witze, Anekdoten und Dönekes bestimmen den Ablauf.
Eigene Konzerte, Teilnahme an verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen, Grillfeste, gemeinsame Radtouren während der Ferien, Adventsingen, 2tages Ausflug der Aktiven und eine Neujahrsfeier mit Hexen Mitte Januar, das u.v.m. bietet der Gesangverein “Einigkeit“ Beckrath an. Infos erteilt die 1. Vorsitzende Monika Reugels. Tel: 0 21 66-3 20 50 oder 01 73-9 09 99 01.
Der Vorstand:
Ehrenvorsitzender: Josef Odinius - leider am 22. Oktober 2009 verstorben
1.Vorsitzende: Monika Reugels
2.Vorsitzender: Dieter Pesch
1.Schriftführer: Jürgen Runkehl
2.Schriftführerin: Hildegard Kamphausen
1.Kassierer: Peter Rahier
2.Kassierer: Reino Ude
1. Notenwart: Uli Willms
2. Notenwart: Herbert Wolters
Kassenprüfer: Heinz Albert Kamp, Hans-Walter Schraub, Heinz Schröter
Aktivenbeisitzer: Rosiemarie Dreßen, Walter Falthof und Manfred Widdau
Passivenbeisitzer: Martha Coenen und Friedrich Kamp
Für Interessierte: die Proben sind dienstags von 20:15 bis 21:45 Uhr in der Gaststätte Wey-Stübel
Veranstaltungen der Beckrather Ortsvereine
Keine Termine gemeldet!
Bedeutung des Ortsnamens "Beckrath":
Die Ortsnamen auf rath (auch rode) geben uns Kunde davon, daß unsere Vorfahren, besonders zur Zeit der fränkischen Herrschaft, viel Wald gerodet und in Ackerland umgewandelt haben. Auf diesen Rodungen entstanden dann Höfe und Dörfer. Das urbar gemachte Land hieß Mark, Kamp, Acker oder Feld, die eingezäunten Wiesen nannte man Benden. Große Teile des Bruches, des Brachlandes und des Waldes blieben lange Zeit Gemeindebesitz der Dorfbewohner. Sie benutzten sie meistens als Weideplätze für ihr Vieh. In manchen Orten finden wir noch die alten Namen für die Wege, die zu solchen Weideplätzen führten, z.B. in Beckrath die Viehstraße.
Beckrath wird wohl als Rodung am Bache zu erklären sein.
Frühere Schreibweisen: Beckraidt, Beckeradt, Beckraed, Beckeroede.
Das Dorf Beckrath bestand einst aus drei von einander entfernt liegenden Teilen. In der Mitte lagen mehrere Höfe, von denen einer die „Freiheit“ hieß. Wall und Graben, die diesen Hof umgaben; sind im 19. Jahrhundert noch vorhanden gewesen.
Die Stelle, wo der untere Wanloer Weg den Weg nach Wickrathberg kreuzt, heißt noch heute „An der Wey“ (an der Weide), weil von hier der Weg zu den Viehweiden führte. Von dort nach dem Chur heiß es „Am Tömp“ (am Zipfel). Der an den Straßen nach Herrath und Venrath gelegene Teil Beckraths heißt heute noch „Am End“ (am Ende).
Der letzte Müller von Beckrath
Niersbote-Nr. 22-1998 von Willi Gilles
Die Beckrather Mühle, längst geschleift, ist nach wie vor in den Köpfen und Herzen der Menschen gegenwärtig. Das war wohl auch ein Grund dafür, daß Hans Roelen der just von ihm geschriebenen "Beckrather Chronik" dieses Gebäude als Titelbild gab.
Jetzt rückt der letzte Müller von Beckrath, Heinrich Coenen, allgemein "Müehle Hein" genannt, in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Am 5. Juni 1998 wurde er 80 Lenze.
Am 5. Juni 1918 wurde Heinrich Coenen in der ehemaligen Beckrather Mühle geboren. Seine Eltern waren aus Tüddern nach Beckrath gezogen. Wilhelm und Brigitte Coenen lebten in einer Großfamiliengemeinschaft und fühlten sich in ihrem Domizil wohl. Sohn Heinrich, der Altersjubilar, mußte schon als Schuljunge in der Mühle helfen. Das machte ihm Freude und beeinflußte Arbeit und Leistung als Schüler von Lehrer Purrio und später von Konrektor Anton Beeker in keiner Weise negativ. Im Gegenteil, neben Wissen lernte er in der Schule eine gewisse Anstelligkeit.
So weiß er heute noch, wie man mit wenigen Keilen und Schlägen einen riesigen Baum fällt, Wege in Gärten und Anlagen dauerhaft anlegt und manches mehr.
Nach dem Tode seines Vaters übernahm er, wie hätte es anders sein können, die nach Kriegszerstörung neu aufgebaute Mühle, die natürlich. kräftesparend elektrisch betrieben wurde. Mit Pferd und Wagen, später mit dem Traktor, fuhr Heinrich Coenen das Mehl zu den Auftraggebern. Überall wurde ein kleiner Klatsch gehalten. So war der Altersjubilar stets über alle Interna in seinem Arbeitsbereich informiert.
Seine längst verstorbene Ehefrau, Gertrud Deußen, stammte aus Oberbruch. In den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges kam sie auf der Flucht vor den einziehenden Amerikanern mit Pferden, Kühen, Wagen und mit aller Habe an der Beckrather Mühle an. Ihre Eltern baten um Quartier. Es wurde gewährt. Die Familie von Gertrud Deußen ging wenige Monate später heim. Gertrud blieb, lernte den Müller schätzen und lieben, gründete mit ihm eine Familie, in der bald Hubertine, Wilfried und Brigitte als Kinder herumsprangen und versorgt werden wollten.
Vor allem Tochter Brigitte, heute Vorsitzende des TV Beckrath, weithin bekannt mit Wohnsitz im Mühlenanbau, half ihrem Vater, der auch noch eine Landwirtschaft betrieb, gerne bei der Arbeit. Aber die Umstrukturierung des Marktes hatte in den 60-er Jahren zur Folge, daß der längst zum Meister avancierte Heinrich Coenen seine Familie aus, der Arbeit als Müller kaum noch standesgemäß "ernähren" konnte. Schweren Herzens gab der Altersjubilar die Mühle auf und arbeitete fortan im Hauptberuf bei der Firma Trütschler bis zum 65. Lebensjahr. Das Reinigen des Saatgutes, das ihm die Landwirte brachten, behielt er bei. War Großarbeitsanfall auf diesem Gebiete, nahm er dafür bei Trütschler Urlaub.
1982 verstarb Ehefrau Gertrud. Es wurde still auf dem ehemaligen Mühlengrund, zumal alle Kinder auswärts Familien gegründet oder eine Wohnung bezogen hatten.
Kleine Landwirtschaft, Garten und Gebäude blieben dem Altersjubilar, der wegen seine Jahre nicht mehr in einem Gesangverein seine Stimme erklingen ließ.
War es Schicksal oder Zufall, daß er eines Tages so ganz nebenbei, später aber voll gezielt beobachtete, daß die in Buchholz wohnende Christine Kremer als Spaziergängerin mit Hund regelmäßig an seinem Anwesen vorbei kam und offensichtlich die herrliche Wickenhecke am Grundstück bewunderte.
Eines Tages schritt der Ex-Müller zur Tat. Er schenkte der freundlichen Frau einen Strauß schönster Wicken. Die Folge, aus Bekanntschaft wurde Freundschaft und eine Lebensgemeinschaft bis auf den heutigen Tag.
Zum Duo gehört übrigens der mehr als 90 Menschenjahre alte Mischling Timo, der sogar beim Fernsehen Familienanschluß hat.
War Heinrich Coenen über 65 Jahre seines Lebens kaum einmal aus dem Bereich Wickrath – Erkelenz herausgekommen, so faßte er eines Tages den Entschluß, mit seiner Lebensgefährtin nach Mallorca zu fliegen. Bei seiner Rückkehr meinte er zu seiner ihn am Flughafen abholenden Tochter Brigitte, die mit Ehemann Dr. Gunnar Schwieger einen Teil des Anwesens Beckrather Mühle 89 bewohnt: "Dat woer wunderbar, ech meut am levste wier enstiege on terrückfleje ..." [Das war wunderbar, ich möchte am liebsten wieder einsteigen und zurückfliegen...] Nun, das Duo verreiste noch oft. Gesundheitliche Probleme haben der Reiselust zur Zeit allerdings Grenzen gesetzt.
Heinrich Coenen reflektiert gerne sein Leben und Müller würde er immer wieder werden. So bedeutet es ihm eine Freude, in Fest-Umzügen auf einem mit einer Mühle bestückten Wagen - oft an der Seite der Ur-Beckratherin Anni Palluch (80) - als Müller in Erscheinung zu treten.
Heinrich Coenen, der übrigens einige Pfündchen abgespeckt hat, hofft sehr, daß ihn viele Gratulanten am 5. Juni in seinem Domizil besuchen und ihm helfen, alte Zeiten wieder wach werden zu lassen.
Kleine Chronik des
Denkmalpflege- und Heimatverein Beckrath
Vereinsgeschichte:
Anfang des Jahres 1920 versammelten sich die Dorfbewohner in der Ev. Schule, um einen Ausschuß zu wählen, der die Planungen und Vorbereitungen zur Errichtung eines Denkmals zur Aufgabe haben sollte. Welche Personen aber in diesen Dorfausschuß gewählt wurden, ist leider nicht bekannt, denn in der Chronik der Ev. Schule, in der man sehr viel aus den Jahren 1914 – 1968 nachlesen kann, sind keine Namen zu finden.
Es ist anzunehmen, daß die Vorsitzenden der Ortsvereine, der Schulleiter und eine Reihe ehrenwerter Bürger Mitglieder dieses Ausschusses waren. Im Rahmen eines Wettbewerbs wurden mehrere Entwürfe für ein Denkmal vorgestellt, von denen der des Malers und Anstreichers Peter Schraub, Beckrath am besten gefiel.
Die Ausführung wurde dem Bildhauer Hermann Wilms aus Erkelenz übertragen. Nach gut einjähriger Schaffenszeit erfolgte am 4. September 1921 die feierliche Einweihung mit einem Festzug durch das Dorf unter Beteiligung von Jung und Alt.
Noch im gleichen Monat gründete man den Denkmalpflegeverein, der das Denkmal mit seinem Vorplatz in seiner Schönheit erhalten sollte.
Am 25. und 26. Juli 1925 veranstalteten die Ortsvereine ein Heimatfest aus Anlaß der Jahrtausendfeier der Zugehörigkeit unserer rheinischen Heimat zum Deutschen Reich. Unter Mitwirkung des MGV, damals noch einem gemischten Chor mit seinem ersten öffentlichen Auftritt, dem Turnverein und vieler Schulkinder wurde ein vielseitiges Programm geboten. Schon damals gehörten ein Festzug durch das Dorf und eine Kranzniederlegung am Denkmal zum Ablauf des Heimatfestes.
In der schon erwähnten Schulchronik gibt es zwischen Januar 1929 und dem 20.06.1936 keine Aufzeichnungen, auch protokollarischen Anmerkungen gibt es nicht.
Viele Beckrather erinnern sich aber noch genau an die erste eigene Kirmes 1938, die im Zelt auf der Weide von August Quack, heute Herta Quack gefeiert wurde. Bis dahin feierte Beckrath nämlich zusammen mit Wickrathberg im Oktober die Kirmestage!
In den Kriegs- und Nachkriegsjahren 1939 – 1946 fanden keine Kirmesfeierlichkeiten statt - die Menschen hatten andere Sorgen!
Doch schon bald begann sich das Leben zu normalisieren. Im Oktober 1946 fand die erste demokratische Wahl statt und Herr Johann Schrey (Schmiedemeister) kam für Beckrath in den Gemeinderat.
Erste Kirmes
Das Vereinsleben bekam wieder seinen Stellenwert und die Dorfgemeinschaft feierte am 30./31. August 1947 ihre erste Kirmes nach dem 2. Weltkrieg, die vom Dorfausschuß vorbereitet worden war.
Am 27.06.48 um 13.30 Uhr fand bei Martin Kamphausen eine Versammlung aller Beckrather Bürger statt. Der Ortsvorsteher Johann Schrey hatte zu einer Aussprache über das diesjährige Heimatfest eingeladen. Der Beschluß der Versammlung lautete, auch 1948 ein Heimatfest wie im vergangenen Jahr zu feiern. Wiederum sollte der Dorfausschuß die Vorbereitung und Durchführung des Festes übernehmen.
Dem Dorfausschuß gehörten Mitglieder der verschiedenen Ortsvereine an.
Vom Turnverein: Fritz Kamerichs, Johann Kamphausen, Otto Schrey, Karl Quack .
Vom MGV: Hermann Quack, Willi Schraub, Walter Schrey, Hans Mehr.
Von der Freiwilligen Feuerwehr: Jakob Coenen, Heinrich Esser.
Weitere Dorfausschußmitglieder: Julius Wöstemeyer, Lehrer Meyer und Johann Schrey als Ausschuß-Leiter.
Der Dorf- und Heimatabend soll laut Beschluß folgendermaßen ablaufen:
Mit einem Festzug und einer Kranzniederlegung am Denkmal geht es zum Saal Kamphausen. Der Saal wird erst bei Ankunft des Festzuges geöffnet, damit alle einen Platz finden. Der Eintrittspreis beträgt 1.- DM. Der Reinerlös des Festes soll einem guten Zweck, evtl. der Anschaffung eines Klaviers für die Schule, zugeführt werden, so der Vorschlag von Johann Schrey. Der Ortsvorsteher will sich darüber hinaus beim Bürgermeister für die „Niederschlagung der Lustbarkeitssteuer“ einsetzen.
Die Versammlung wünscht, daß die Kirmes auch von Marktbeschickern zahlreich beschickt wird. Die Bilanz nach dem Fest zeigt - bei Einnahmen von DM 463,50 und Ausgaben von DM 348,50 (z.B. GEMA-Gebühren DM 12.-!) - einen Überschuß von DM 115,-.
Die Festlichkeiten am Sonntag und Montag lagen übrigens in der Hand der Gastwirte Martin Kamphausen und Gerhard Heynen.
An der ersten Sitzung des Dorfausschusses im Jahr 1949, am 25. Februar, nahm ein Elternbeirat teil. Unter Pkt. 1 der Tagesordnung wurde die Einrichtung eines Kindergartens für Beckrath und Herrath besprochen. Dazu soll die Kirchengemeinde Wickrathberg um einen jährlichen Zuschuß von DM 1200.- bis 1500.- ersucht werden. Dieser wurde aber mit einem Schreiben vom 5. Mai 1949 seitens des Presbyteriums abgelehnt.
Während der Dorfversammlung vom 23.03.1950 in der Schule wurde über den unwürdigen Zustand des Ehrenmals gesprochen.
Die Anregung, einen neue gärtnerische Anlage und eine dauerhafte Einfriedung des Denkmals zu schaffen, findet Anklang. Mit der Durchführung soll der Verein für Denkmalpflege, der z. Zt. ruht, betraut und wieder ins Leben gerufen werden. Dem Verein soll dazu das Geld vom Dorf- und Heimatfest 1949 übergeben werden.
Wie wichtig die Dorfversammlung vom 26.10.1953 war, erkennt man daran, daß aus jeder Familie eine Person erwartet wurde.
Tagesordnung dieser Versammlung:
1. Dringende Schulangelegenheit,
2. Bau einer Turnhalle,
3. Instandsetzung der Straßendecke,
4. Straßennamen,
5. Verkehrsfragen (Buslinie),
6. Gründung eines Heimatvereins,
7. Verschiedenes.
Von allen wichtigen Punkten ist für die Geschichte unseres DHV Punkt 6 der Tagesordnung von großer Bedeutung, wurde dort doch die Namensgebung beschlossen! Da der 1921 gegründete und in der Dorfversammlung 1950 wieder ins Leben gerufene Verein für Denkmalpflege nun auch die Aufgabe erhielt, den Dorf- und Heimatabend auszurichten, war der neue Name „Denkmalpflege- und Heimatverein“ schnell gefunden.
Kurz darauf, am 30.10.1953, erfolgte die ordnungsgemäße Auflösung des Dorfausschusses.
Die Vorstandszusammensetzung des neuen Vereines zeigt die Namensliste einer Versammlung vom 05.01.1954: Willi Schraub, Peter Schraub, Otto Schrey, Frau Staß, Hubert Oversberg, Heinrich Block, Gerd Fischer, Ernst van Bürck, Hermann Quack, Heinrich Hörchens, Johann Laermann und Lehrer Meyer.
Da eine Neugestaltung des Denkmals erforderlich wurde, um die Opfer des 2. Weltkrieges zu ehren und auch die Ortsmitte neu zu gestalten, wurde am 02.07.1955 eine Dorfversammlung bei Gerhard Heynen abgehalten.
In mehreren Vorstandssitzungen hatte man geeignete Pläne und Vorschläge erarbeitet. Die Schwierigkeit, alle Namen (etwa 75) auf dem Denkmal unterzubringen und über Jahre leserlich zu halten, führte nach ausgiebiger Diskussion zu dem einmütigen Beschluß der Versammlung, dem Antrag von Johann Schrey zu folgen, ein Denkmal ohne Namen zu errichten und in einer Dorfchronik die Gefallenen mit Bild und Daten festzuhalten. Diese von Peter Schraub hergestellte Urkunde mit allen Namen wurde dann in der Schule Ortsmitte angebracht und hängt heute im ev. Gemeindehaus.
Die Kosten für das erweiterte und an jetziger Stelle aufgestellte Denkmal beliefen sich auf 3810.- DM, die gärtnerischen Anlagen auf etwa 1500.- DM. Die Ausführung der Arbeiten lag in Händen von Johann Laermann aus Beckrath und Steinmetz Gröters aus Odenkirchen. Die festliche Einweihung fand am Totensonntag, dem 20.11.1955, statt.
Im Rahmen der Neugestaltung der Ortsmitte konnte auch der Bau einer neuen Turnhalle in den Jahren 1954/55 schnell vorangetrieben werden, deren Einweihung bereits am 3. Sonntag im September 1955 erfolgte.
Die Heimatabende zum Auftakt der Kirmes am Samstag fanden in den Jahren nach dem Krieg bis 1952 großen Anklang bei den Beckrather Bürgern. Mit einem reichhaltigen Programm unter Mitwirkung der Ortsvereine, besonders von TVB und MGV, und anschließendem Tanz - oft bis 2 Uhr früh! - traf man wohl genau den Geschmack von Jung und Alt. Das hatte vielleicht mit einem gewissen Nachholbedarf nach dem schrecklichen und entbehrungsreichen Krieg zu tun.
Doch schon im Jahr 1953 bedurfte es einer besonderen Aufforderung in Form von Handzetteln an alle Bürger, durch guten Besuch des Dorf- und Heimatabends die Bemühungen der Ortsvereine zu unterstützen.
Schon damals wurde streng darauf geachtet, daß Veranstaltungen oder Versammlungen gleichmäßig auf beide Gaststätten des Dorfes - Heynen und Kamphausen - verteilt wurden. So fand z. B. der Dorf- und Heimatabend des Jahres 1950 im Festzelt bei Gerhard Heynen statt.
Im Jahr 1955 hatte sich eine Gesangsgruppe (Sextett) zusammengefunden, die mit dem unvergessenen Hubert Oversberg als Conferencier mit ihren Vorträgen alle Gäste begeisterte. Nach Auflösung des Sextetts 1961 wurden die Schwierigkeiten, den Heimatabend mit eigenen Kräften zu gestalten, immer deutlicher.
Aus vielen Protokollen der Jahre 1949 bis 1962 erkennt man das große Anliegen zunächst des Dorfausschusses, dann des DHV, in Beckrath einen Kindergarten einzurichten. 14 Jahre lang war das Thema stets aktuell und ist mit vielen Bürgern, der Gemeindeverwaltung und der Kirchengemeinde beraten worden. Fehlende Räume, Grundstücks- und Finanzierungsschwierigkeiten führten am Ende zur Aufgabe dieses Gedankens. So liest man im Protokoll der JHV vom 18.05.1962.
Neben den satzungsmäßigen Zielen des DHV war und ist er immer auch Ansprechpartner der Kommunalverwaltung in Angelegenheiten des Ortes gewesen. Da laut Satzung die Vorsitzenden der übrigen Ortsvereine dem Vorstand des DHV angehören, können die Interessen aller Vereine auch nach außen hin vertreten werden. Das hat sich in der Vergangenheit als sehr vorteilhaft erwiesen und den Bürgern des Dorfes sehr geholfen.
Besonders kurz nach dem Krieg, als auch für Beckrath viele Dinge einer Regelung bedurften: Kanalisation mit Straßenausbau, Bau der Turnhalle mit Neugestaltung der Ortsmitte, Erweiterung des Denkmals, das Aufstellen von Verkehrsschildern, Vorschläge für Straßennamen, usw. usw.
Die Vertreter des Ortes im Gemeinderat waren laut früherer Satzung ebenfalls gewachsene Mitglieder im Vorstand des DHV, oft sogar dessen Vorsitzende, z.B. Johann Schrey, Willi Schraub und Friedrich Niehoff. Durch den persönlichen Kontakt im Gemeinderat oder heute in der Bezirksvertretung konnte und kann oft schnelle und unbürokratische Hilfe erfolgen.
Bis Mitte der 1960er Jahre war es zudem in Beckrath üblich, die Kandidaten für die Wahl zum Gemeinderat aus einer Dorfversammlung heraus vorzuschlagen, danach war es den politischen Parteien überlassen. Bei der Gemeinderatswahl am 19.03.1961 bekam Beckrath überraschend drei Vertreter in den Rat: Friedrich Niehoff, Heinrich Palmen und Herbert Hörchens.
Auf der JHV am 19.03.1965 wurde über eine Beitragserhöhung von 2.- DM auf 3.- DM diskutiert. Die Versammlung kam zu dem Entschluß, zunächst eine Mitgliederwerbung durchzuführen. Diese wurde ein voller Erfolg: 90 neue Mitglieder konnten geworben werden, so daß der DHV nun 194 Mitglieder zählte. Der Gedanke, durch ständige Mitgliederwerbung bei nur geringem Jahresbeitrag eine gute finanzielle Grundlage zu halten, ist bis heute erfolgreich geblieben (1996: 320 Mitglieder).
Zu dieser JHV war der damalige Bürgermeister Karsch eingeladen, der einen ausführlichen Bericht zum Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ vortrug. Seine Ausführungen fanden im Verein ein offenes Ohr, und noch im selben Jahr beteiligte sich Beckrath zum ersten Mal an diesem Wettbewerb.
Als die Gemeinde 1968 die Grundstücke an der alten Schule verkaufen wollte, konnte dies durch den Einsatz des DHV verhindert werden. Er überzeugte den Gemeinderat davon, daß Beckrath eine öffentliche Fläche für verschiedene Veranstaltungen benötige.
Diese Fläche fand zum ersten Mal Nutzung, als der MGV 1969 an den Kirmestagen sein 90-jähriges Bestehen in einem Zelt feierte, da der Saal von Kamphausen nicht mehr zur Verfügung stand.
Am 21.03.1970 fand die erste Bürgerversammlung zum Thema „Kommunale Neugliederung“ in der Gaststätte Heynen statt. Gemeindedirektor Krane berichtete ausführlich darüber. Die Absicht der Gemeinde Wickrath, zusammen mit Hochneukirch eine große Flächeneinheit als Gegengewicht zur Großstadt Mönchengladbach / Rheydt zu bilden, wurde sehr begrüßt. So wäre eine große, ländliche Gemeinde erhalten geblieben. Dieses Thema wurde in den nächsten Jahren ständig diskutiert und endete 1974 in der Aktion „Bürgerwille“ gegen die Eingemeindung in die Stadt Mönchengladbach.
Aber alle Bemühungen waren vergeblich: seit dem 01.01.1975 gehört die Gemeinde Wickrath und damit auch Beckrath zur Stadt Mönchengladbach.
Im Juli 1970 wurde unter der Leitung von Bauunternehmer Johann Laermann und mit Hilfe Beckrather Bürger die alte Schule abgerissen. Brauchbares Material wurde an Interessenten verteilt, Landwirte halfen beim Abfahren von Bauschutt. Für besonderen Einsatz bei dieser Arbeit bekam Max Leipold ein Extra-Lob.
Zum ersten Mal wurden alle drei Kirmestage vom 29. - 31.08.1970 vom DHV ausgerichtet. Samstags fand ein Tanzabend mit Darbietungen von TVB und MGV statt. Sonntags spielte von 16 - 19 Uhr die Beatkapelle „The Highbrowers“ aus Hochneukirch für die Dorfjugend. Ab 20 Uhr war Tanzabend und Montag ab 17 Uhr Klompenball. Der gute Erfolg dieser Kirmestage zeigt sich auch im Überschuß von 1590.- DM.
Die Bevölkerung war froh, nach vielen Mühen nun ein ausreichend großes Areal in der Ortsmitte zu haben.
Auf diesem Areal neben dem Denkmal, befindet sich auch ein Kinderspielplatz, die Turnhalle und es ist Platz für ein Zelt und Schausteller.
Die Ausrichtung der Kirmestage durch den DHV geschah mit der Übereinkunft der übrigen Ortsvereine, Plus und Minus auf alle zu verteilen: DHV 40%, TVB 20%, MGV 20%, FFW 20%.
In der DHV-Vorstandssitzung am 22.06.1978 wurde der Beschluß gefaßt, allen Mitbürgern zu hohen Geburtstagen mit einem Geschenk zu gratulieren (80.-85.-90.-91.usw.)
Die JHV 1979 beschloß, den Mitgliedsbeitrag auf DM 5.- pro Jahr anzuheben. Auch sollte die Satzung bis zum nächsten Jahr überarbeitet werden. Der JHV am 14.03.1980 lag sie dann beschlußfertig vor.
Die Ausrichtung der Kirmestage in den Jahren 1979 und 1980 übernahmen einmal der MGV und zum Anderen die FFW, jeweils aus Anlaß des 100-jährigen Bestehens.
Eine besondere Ehrung mit einem Wappenteller der Gemeinde Wickrath erfuhr Herr Albert Frentzen für seine langjährige Tätigkeit als Kassierer des DHV. 23 Jahre lang hatte er diesen Posten geführt.
Am 25.06.1980 startete eine Besichtigungsfahrt ins Braunkohlerevier, zu der das RWE eingeladen hatte. Alle Teilnehmer waren begeistert, so daß 1984 eine Wiederholung stattfand.
Im Jahr 1981 starben 7 Vereinsmitglieder, darunter drei ehemalige Vorsitzende: Otto Paulussen, Johann Laermann und Friedrich Niehoff.
Um den veränderten Bewertungskriterien des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ Rechnung tragen zu können, fand am 18.06.1986 eine Ortsbegehung mit Herrn Schäfertöns vom Grünflächenamt und einigen Vorstandsmitgliedern statt.
Die von Herrn Schäfertöns gegebenen Empfehlungen zu Fassadenbegrünungen und Baumpflanzungen konnten zwar nur teilweise in die Tat umgesetzt werden, jedoch hatten eine Reihe von Tips und Hinweisen zur Folge, daß Beckrath in den folgenden Jahren gute 2. Plätze erreichen konnte.
Aus Anlaß der 500-Jahr-Feier der ehemaligen Herrschaft Wickrath im Jahr 1988 wollten alle Orte der ehemaligen Gemeinde den Festzug mitgestalten. Nach einigem Hin und Her entschloß sich auch der DHV zur Teilnahme.
Im Festausschuß wurde überlegt, welchen Beitrag man zum Thema „Landwirtschaft und Handwerk vor 100 Jahren“ leisten konnte. Etwa 40 Beckrather wirkten mit, als der Festzug am 12.06.1988 durch Wickrath zog.
Von der Saat bis zum fertigen Brot wurde die Landwirtschaft unter Mitwirkung der Landfrauen sehr originell dargestellt. Im Mittelpunkt stand die Beckrather Mühle, die mit viel Fleiß nachgebaut worden war. Sie wurde von einem Pferdewagen gezogen. Der „echte Müller“, Bauern und Bäuerinnen waren mit dabei.
Auch Fußgruppen mit Sämann, Sichel und Dreschflegel, Handwagen und Bäcker gaben das Dorfleben vor etwa 100 Jahren wieder. Das Handwerk hatte einen 2. Pferdewagen gestellt, auf dem eine Feldschmiede vom Hufschmied und seinem Gesellen eingeheizt wurde. Schreiner und Stellmacher mit ihrem Handwerkszeug waren auch dabei. So wurde der Ort Beckrath auch einmal außerhalb würdig vertreten und der Beweis erbracht, daß gemeinsam vieles möglich ist!
Ein weiterer Beweis von Gemeinschaftssinn in unserer schnellebigen Zeit sind die Laienspiele zur Kirmes, die 1989 mit dem Stück „Berta Bach in Beckraths Breiten“ ihren Auftakt hatten.
In den darauffolgenden Jahren folgten als Uraufführungen „... und damit Basta!“, „Glockenspiele“, „Tücken der Wahrheit“, „...daß der auch nie die Treppe schrubbt“, “Schneewitti“ und „Unser neuer Pfarrer“.
Stets mit viel Beifall bedacht, waren die Stücke eine tolle Bereicherung des Samstagabends. An dieser Stelle sei allen Mitwirkenden noch mal besonderer Dank gesagt!
In den 1970er Jahren wurden während des eintrittsfreien Frühschoppens oftmals Sammlungen zur Unterstützung der Finanzierung der Blaskapelle abgehalten. 1990 verwirklichte man die Idee zu einer Sammlung für die Kinder-Krebshilfe, die eine Summe von 500.-DM erbrachte.
Als weitere Aktivität des DHV ist die erste Familien- und Fußgängerralley am 28.04.1991 zu nennen, bei der viele Bürger begeistert mitmachten. Bei der Neuauflage am 17.04.1994 war die Beteiligung aber mit 21 Personen so gering, daß auf Wiederholungen verzichtet wurde.
Als Mitte April 1992 der Zustrom von Asylbewerbern einen Höhepunkt erreichte, wurden auf dem Sportplatz 11 Bundeswehrzelte aufgebaut, in denen ca. 100 Personen Platz fanden. Die zunächst befürchteten Schwierigkeiten traten dank des einsichtigen Verhaltens der Beckrather Bürger nicht auf. Dafür gab es abschließend ein besonderes Lob der Stadtverwaltung. Zu Beginn der kalten Jahreszeit im Oktober konnte man diese Menschen dann auch in festen Unterkünften unterbringen.
Ein besonderes Reizthema war die Müllverbrennung, Kompostierung und Mülldeponie vor unserer Haustür. In den Jahren 1992 und 1993 vertrat der DHV, gemeinsam mit den Heimatvereinen der Nachbarorte, die Interessen der Bürger. In vielen Gesprächen mit Politikern und Verwaltung, wurde bereits im Vorfeld aller Planungen versucht, die MVA zu verhindern.
Die 1994 gegründete „Beckrather Bürgerinitiative gegen die MVA“ führte dann, gemeinsam mit den „Vereinigten Bürgerinitiativen für eine sozialverträgliche Abfallpolitik“, diese Arbeit weiter.
Um dem gestiegenen Informationsbedarf Rechnung zu tragen, wurden vom DHV drei Info-Kästen angeschafft, die von allen Vereinen genutzt werden können.
Die Installation eines Strahlers am Denkmal läßt es in einem „neuen Licht“ erscheinen. Dieses wird von den Beckrathern positiv aufgenommen.
Der Verein für Gartenkultur und Ortsverschönerung Rath-Anhoven hatte zur 75-Jahr-Feier eingeladen. Unter dem Motto „75 Jahre Leben auf dem Lande“ nahm der DHV mit einer Fußgruppe und der Beckrather Mühle im Festzug am 17.04.1994 teil.
Die vom DHV als Halbtagestour angebotene Besichtigungsfahrt zur Zuckerfabrik Wevelinghoven am 06.10.1995 mit Abschluß im Weystübel wird den 22 Teilnehmern noch in guter Erinnerung sein.
Neben den traditionellen Aufgaben des DHV im Jahresablauf 1995 stand die Vorbereitung für die 75-Jahr-Feier an den Kirmestagen vom 23.-26.08.96 im Mittelpunkt.
In seinem Jubeljahr hat der DHV den 15. Bürgertreff mit dem 4. Beckrather Dorflauf ausgerichtet, den der TVB dankenswerterweise abgetreten hat. Der zu erwartende Überschuß soll zur Deckung der Gesamtkosten dienen.
Ein lange gehegter Wunsch des DHV ist die Neugestaltung des Denkmalvorplatzes. Da seitens der Stadt nur mit einem geringen Zuschuß zu rechnen ist, wird viel Eigenleistung nötig sein, um diese Aufgabe zu bewältigen. Auch hier zeigt sich einmal mehr, daß auf die Beckrather Bürger Verlaß ist, denn die Umgestaltung des Denkmals wird zwar mit relativ geringen Kosten, dafür aber mit sehr viel Eigenleistung möglich gemacht. Stellvertretend für alle Mitbeteiligten, sind hier die Brüder Friedel und Kurt Kramer zu nennen, die ihre gesamte Freizeit für die Arbeiten am Denkmal opfern.
„Gemeinsam geht’s besser“, das ist Beckrath !
Zum Gedenken:
Die Gedenkfeiern zu Ehren der Opfer beider Weltkriege finden jährlich am Volkstrauertag statt, doch in Beckrath wird diese Feierstunde traditionell am Totensonntag gehalten.
Einen würdigen Rahmen für diese Feier bilden eine Blasmusik (seit 1977 Musikvereinigung Keyenberg), die Freiwillige Feuerwehr Beckrath, der Männergesangverein mit Liedern, die Fahnen von Turnverein und MGV und viele Mitglieder dieser Vereine. Aber auch oder gerade die erinnernden und mahnenden Worte der Redner - Lehrer Reuschel, Friedrich Niehoff und Prof. Laermann - um nur einige zu nennen, waren es, denen viele Bürger immer wieder aufmerksam zuhörten.
Aber auch an den Kirmestagen wird alljährlich der Toten gedacht und ein Kranz am Denkmal niedergelegt.
Vorsitzende des Denkmalpflege- und Heimatvereins Beckrath:
1946 – 1953 Johann Schrey, Schmiedemeister
1953 – 1961 Willi Schraub,Direktor
1961 – 1968 Gustav Reuchsel, Hauptlehrer
1968 – 1974 Otto Paulußen, Landwirt
1974 – 1977 Johann Laermann, Bauunternehmer
1977 – 1981 Friedrich Niehoff, Landwirt +30.09.1981
1982 – 1990 Heinz Schröter, Landwirt
1990 – heute Fritz Moll, Kaufmann
Der Denkmalpflege- und Heimatverein ist selbstlos tätig
und verfolgt keinerlei wirtschaftliche Ziele.
Satzungsmäßige Ziele:
1. Förderung des Brauchtums und des Heimatgedankens.
2. Erhaltung und Verschönerung eines gepflegten Ortsbildes.
3. Durchführung von Veranstaltungen, die den Gemeinschaftsgeist der Bevölkerung untereinander fördern und die Verbundenheit mit dem Ort stärken.
4. Pflege und Erhaltung des Denkmals in der Ortsmitte.
Unseren Vätern und Söhnen zum steten Gedenken
Gefallene und Vermißte aus Beckrath
2. Weltkrieg 1939 – 1945
Gefallene:
Name |
Datum |
|
Name |
Datum |
Peter Jennessen |
24.09.1940 |
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Heinrich Heinen |
1940 |
Heinrich Jennessen |
21.09.1941 |
|
Bruno Medau |
23.09.1941 |
Friedrich Frentzen |
07.10.1941 |
|
Hubert Jaeger |
30.12.1941 |
Heinrich Baltes |
01.02.1942 |
|
Johann Bisges |
18.03.1942 |
Theodor Schrey |
28.08.1942 |
|
Wilhelm Harsch |
09.09.1942 |
Rudi Dannhäuser |
1942 |
|
Hans Laube |
03.03.1943 |
Wener Laube |
09.03.1943 |
|
Heinrich Wöstemeyer |
22.03.1943 |
Gerhard Heynen |
23.03.1943 |
|
Heinrich Kuhlen |
31.03.1943 |
Wilhelm Syben |
25.06.1943 |
|
Willy von Gehlen |
06.07.1943 |
Hermann Croon |
18.08.1943 |
|
Heinrich Hilberts |
14.09.1943 |
Gustav Scheulen |
09.10.1943 |
|
Klaus Trips |
05.11.1943 |
Heinrich Rix |
1943 |
|
Helene Rix |
1943 |
Werner Pfeifer |
24.01.1944 |
|
Ernst Evertz |
22.02.1944 |
Karl Rix |
06.06.1944 |
|
Werner Jennessen |
24.06.1944 |
Johannes Lüngen |
31.07.1944 |
|
Hermann Jansen |
22.08.1944 |
Hubert Hurtz |
23.09.1944 |
|
Hans Plücken |
13.10.1944 |
Erich Bisges |
06.11.1944 |
|
Johannes Lüngen |
16.11.1944 |
Hermann Frentzen |
1944 |
|
Kurt Kremers |
02.02.1945 |
Heinz Kamp |
09.02.1945 |
|
Wilhelm Heck |
30.03.1945 |
Emil Schrey |
?.02./03.1945 |
|
Hans von Gehlen |
18.04.1945 |
Walter Kuhlen |
27.04.1945 |
|
Jakob Coenen |
19.05.1945 |
Gerhard Schrey |
1945 |
|
Peter Junker |
1945 |
Heinrich Engels |
1945 |
|
Gottfried Steffens |
1945 |
Oswald Schmitz |
1945 |
|
Hermann Kamphausen |
07.09.1947 |
Vermisste:
| Herbert Kamphausen |
17.04.1942 |
|
Heinrich Lüngen |
22.12.1942 |
Erich Vaahsen |
03.09.1943 |
|
Hans-Wilhelm Trips |
27.09.1943 |
Ernst Vitz |
1943 |
|
Hans Wermuth |
22.06.1944 |
Karl Kamphausen |
24.06.1944 |
|
Heinrich Engels |
04.07.1944 |
Peter Küppers |
20.08.1944 |
|
Heinrich Esser |
24.08.1944 |
Willy Engels |
25.08.1944 |
|
Wilhelm Frentzen |
Dez.1944 |
Ewald Lüngen |
23.12.1944 |
|
Kurt Werner |
1944 |
Gregor Gemke |
1944 |
|
Otto Melchert |
Jun.1944 |
Anton Wirtz |
05.01.1945 |
|
Richard Schmidt |
Jan.1945 |
Albert Kuhlen |
12.01.1945 |
|
Hermann Coenen |
15.01.1945 |
Hermann Kamphausen |
Jan.1945 |
|
Hermann Kamphausen |
06.02.1945 |
Franz Oellers |
1945 |
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Willi Engels |
1945 |
Heinz Maibaum |
1945 |
|
Werner Jansen |
1952 |
|