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Dorfinteressengemeinschaft Wanlo
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Chronik des Dorfes Wanlo

Gründung der "Dorfinteressengemeinschaft"


Von Chronist Heinrich Küppers +


Zum 1. Juli 1958 war die Dorfbevölkerung zu einer Versammlung eingeladen, um Fragen, die das dörfliche Geschehen etwas verändern sollte, näher zu besprechen. Als Tagungspunkte waren vorgesehen:
1. Errichtung eines Kindergartens
2. Schaffung eines Kinderspielplatzes
3. Verkehrsprobleme.

Nach einer lebhaften Debatte wurde ein Ausschuß von 12 Personen gewählt. Dieser nannte sich Dorfinteressengemeinschaft Man wollte zunächst den Namen "Heimatverein" wählen, kam aber dann zu dem Entschluß, sich "Dorfinteressengemeinschaft" zu nennen, um in dem verhältnismäßig kleinen Dorf nicht noch einen weiteren Verein zu gründen.
Daher wurde auch beschlossen, keine Mitglieder zu werben und keine Mitgliedsbeiträge zu erheben; denn die meisten Wanloer zahlten schon in drei oder vier Vereinen einen Beitrag. Zum ersten Vorsitzenden wurde Hauptlehrer Küppers gewählt. [Der Chronist der alten, unveröffentlichten Chronik]

Wie vorher bereits erwähnt, hatte die Bevölkerung Wanlo’s mehrere Wünsche. Zunächst war man der Auffassung, daß es möglich und notwendig sei, einen Kindergarten zu bauen. Als Platz hierfür wurde die Fläche genannt, die durch den Abbruch des alten Pastorats entstanden war. Inzwischen war ein neues Pastoratsgebäude erstellt worden. Zur Begründung wurde angeführt, daß durch den enormen Durchgangsverkehr eine erhöhte Gefahr für jeden Verkehrsteilnehmer, vor allem für Kinder entstanden war. In den beiden letzten Jahren sind bereits zwei vorschulpflichtige Kinder im Ort Wanlo zu Tode gekommen (Kind König und Kind Lenßen).

Auch hielt man es für dringend notwendig, für die Kinder einen Kinderspielplatz zu erstellen, der möglichst abseits des Verkehrs anzulegen sei.

Wanlo hatte auch Probleme mit dem Verkehr. Die Straßen hatten noch keine Namensschilder, obwohl fast alle Straßen Namen hatten. Postalisch galten allerdings die Hausnummern von Haus – Nr. 1 bis Haus – Nr. 245.

Weiter wurde in einer späteren Sitzung angeregt, jährlich einen "Alten – Nachmittag" zu veranstalten, wo bei Kaffee und Kuchen musiziert, Späße erzählt oder Theaterspiele vorgetragen wurden.

Kinderspielplatz 1961

Im Frühjahr 1961 wurde auf einem angepachteten Grundstück [Schweinemarkt] seitens der Gemeinde ein Kinderspielplatz errichtet. Ein Spriegelzaun [Jägerzaun] zur Straße hin, ein paar mit Sand gefüllte Kästen wurden in den Boden eingelassen, Rasen wurde gesät und ein Kinderkarussell, sowie eine Rutsche aufgestellt.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 15. Oktober 2011 )