Scheck-Übergabe 2009
KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V.
Die kleinste Karnevalsgesellschaft in Mönchengladbach . . .
. . . und eine der kleinsten in Deutschland/Europa!
Gründung und Namensgebung
 | | Vorstand der kleinsten Karnevalsgesellschaft |
Wie so oft im Leben begann alles aus einer Bierlaune heraus.
Am 23. Februar 1992, dem Karnevalssonntag, saßen fünf Neuwerker Jecken im Schroershof an der Dammer Straße bei einem Glas Bier zusammen und ereiferten sich über den organisierten Karneval. Der paßte ihnen schon lange nicht mehr, denn alles war geregelt, organisiert und uniformiert, es hatte für sie manchmal den Anschein, als sei Karneval eine sehr ernste Sache.
Die Fünf sprachen sich eher für den ursprünglichen Straßenkarneval aus, wo man mit Gleichgesinnten einfach durchs Dorf zog und so ganz spontan jede Menge Spaß bekam. Hierfür brauchte man keine teure Uniform, etwas Selbst genähtes, oder en "dolle Mötz" [t(d)olle Mütze] genügten vollkommen.
Es ist also gar nicht so ungewöhnlich, daß man auf die Idee kam, eine eigene Karnevalsgesellschaft (KG) zu gründen, die sich die Tugenden des ursprünglichen Karnevals auf die Fahnen schreibt und alle die veralbert, die sich selbst und ihren Karneval zu ernst nehmen.
So schritt man denn zur Tat. Zunächst wurde ein Name gesucht, aber der ergab sich wie von selbst. Die Bemerkung: "Datj löv os Kenner, dat wer he en Karnevalsjesellschaft jründe..." (das glaubt uns Keiner, daß wir hier eine Karnevalsgesellschaft gründen) war Ausschlag gebend. "Kenner jlöv et" war ab sofort gleichzeitig Name und Schlachtruf der neuen KG. Die Rückseite eines großen, falschen 100,- DM Scheines diente als Gründungsurkunde. Diese enthält handschriftlich das Gründungsdatum, die Mitglieder mit deren Unterschriften und den Vermerk, daß diese beitragsfrei sind. Weiter gibt die Urkunde Auskunft darüber, daß die neue Karnevals-Gesellschaft durch ein "Dreigestirn" vertreten wird.
Die Gründungsmitglieder sind:
Otto Daneyko (+), Ralf Kremer, Fritz Schure, Willi Wirtz, Peter Zinnen.
Gleich nach dem Gründungsakt zogen die Fünf weiter zur nächsten Wirtschaft in Neuwerk, nach Lüpertz auf die Abtshofer Straße. Als die Wirtin Irmgard Lüpertz von der neuen KG erfuhr, trat sie spontan der Gesellschaft bei und unterzeichnete nachträglich die Gründungsurkunde.
Typisch für die neue KG ist bis heute, daß sie sich nun wirklich nicht in irgendeine Form oder Regel pressen läßt oder sich sonst wie bindet. Noch nicht einmal ein festes Vereinslokal hat sie, das Vereinslokal ist immer dort, wo sie freundlich aufgenommen und unterstützt wird.
Diese absolute Freizügigkeit ist vielleicht auch der Grund dafür, daß sich schon bald der Vereinsname "Kenner jlöv et" in der Schreibweise änderte: Der Schriftzug "Kinner jlövet" ist seit den ersten Aktivitäten der neuen Gesellschaft auf allen Schriftstücken, Orden und Auszeichnungen zu finden.
Erste Aktivitäten
Die erste Generalversammlung fand im Hause Ohlenforst statt und führte beinahe zu einem ernsten Familienkrach zwischen Erich und Anneliese Ohlenforst.
Der Termin war schon lange im Voraus im Hause Ohlenforst festgelegt worden, aber da nur ein Tisch im Thekenraum bestellt war, hatte Erich diesen Termin nicht im Kalender eingetragen und auch sonst diese Absprache vergessen. Nun stand plötzlich, für diesen bestimmten Tag, in allen Zeitungen der Stadt: "Generalversammlung der KG "Kinner jlövet" Neuwerk im Hause Ohlenforst". Aber zu diesem Zeitpunkt gab es schon eine große Veranstaltung im Saal und Anneliese Ohlenforst schimpfte mit ihrem Mann, wieso er denn zwei so wichtige Termine gleichzeitig annehmen konnte. Als dann die sechs Mitglieder der KG "Kinner jlövet" Neuwerk einen Tisch im Schankraum belegten, bat Erich sie, doch seiner Frau den Sachverhalt zu erklären.
Jedoch ist ein anderer Umstand dieses Abends noch bemerkenswerter. Haus Ohlenforst füllte sich zusehends mit Gästen. Es waren überwiegend Mitglieder der KG "Uehlöeker", die wissen wollten, was denn da für eine neue KG in Neuwerk ihre Generalversammlung abhält.
Den ursprünglichen Straßenkarneval hatte die KG "Kinner jlövet" Neuwerk sich ja zum Inhalt gemacht. Da war es für sie eine Selbstverständlichkeit, an den nun wiederbelebten Rosenmontags-Umzügen in Neuwerk teilzunehmen. Unvergessen ist hierbei der Auftritt als "Neuwerker Dreigestirn: Ralf Kremer als Prinz, Willi Wirtz als Bauer und Peter Zinnen als Jungfrau.
Peter Zinnen hatte, über seine Beziehungen zur Bäckerinnung Düsseldorf Hunderte von Berliner Ballen bestellt. Diese wurden nun im Karnevalsumzug vom Bauer mit der Mistgabel an das Publikum verteilt. Nachdem die Leute festgestellt hatten, daß dieses Gebäck echt war, kamen die Akteure mit dem Nachschub kaum noch nach und die Zinken der Mistgabel trieften nur noch so vom süßen Inhalt der Berliner Ballen.
Die Rosenmontagsumzüge in Neuwerk waren nun das hauptsächliche Betätigungsfeld der KG "Kinner jlövet" Neuwerk, woran sie sich mit immer neuen Ideen beteiligten. 1995 zogen sie z.B. als "Penner vom Peter Schumacher Platz" im Zuge mit und verteilten "Flachmann-Orden" mit "Neuwerker Sozialtrunk" unter das närrische Volk.
Ein neuer Anfang
Doch leider wurden die Aktiven der Gesellschaft immer weniger. Einige konnten aus beruflichen Gründen nicht mehr am Karneval teilnehmen, Peter Zinnen verlagerte seinen Lebensinhalt und diesbezügliche Aktivitäten nach Düsseldorf und das Gründungsmitglied Otto Daneyko war in der Zwischenzeit verstorben. Es blieben letztendlich nur noch zwei aktive Mitglieder übrig: Ralf Kremer und Willi Wirtz.
In dieser Situation trat Kurt Peters im Jahre 1996 der KG "Kinner j lövet" Neuwerk bei.
Aus einigen persönlichen Gründen und Situationen der jetzt drei aktiven Mitglieder heraus entwickelte sich die Idee: "Warum sollte man, bei allem Spaß an der Freud, nicht auch an die denken, denen es nicht so gut geht?" So gaben sie sich ein eigenes neues Motto: " Freud und Leid liegen nah beieinander." Mit diesem Motto sollte die kleine Karnevalsgesellschaft noch bis weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannt werden.
Die Satzung
Die KG "Kinner j lövet" Neuwerk formierte sich nun völlig neu. In der Generalversammlung 1997 beschlossen die drei aktiven Mitglieder zunächst einen sofortigen Aufnahmestopp und um dem Gesellschaftsnamen etwas mehr Würde und Wichtigkeit zu verleihen, hängte man an den Vereinsnamen ein n.e.V. an. Dieses besagt einfach nur: "nicht eingetragener Verein".
Wie es sich für einen richtigen Verein gehört, gab man sich auch gleich eine Satzung, hier ein Auszug daraus:
§ 1 - Die KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. darf nur aus drei aktiven Mitgliedern bestehen,
(Begründung: Bei drei Mitgliedern kostet eine Runde nicht mehr als 10, - DM (5, - €)
Bei mehr Mitgliedern würde dieser Rahmen gesprengt.)
§ 2 - Die Gesellschaft wird durch den Vorstand vertreten und muß von den aktiven Mitgliedern in geheimer Abstimmung während jährlichen Klausurtagung gewählt werden.
§ 3 - Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dessen Vertreter und dem Kassierer.
Diese Positionen können nach Abstimmung manchmal stündlich wechseln.
§ 4 - Der Vorstand kann nur von aktiven Mitgliedern gewählt werden.
Alle (zur Zeit 486) passiven Mitglieder haben kein Stimmrecht.
§ 5 - Nach dem Besuch einer Veranstaltung hat das "Fitteste, aktive Mitglied" den reibungslosen und sicheren Transport nach Hause zu gewährleisten.
§ 6 - Eigene Veranstaltungen werden bis zur Einhaltung der nachstehend beschriebenen Kriterien nicht durchgeführt.
Die erste Großveranstaltung ist geplant: 11 Tage nach der ersten Deutschen Meisterschaft .und dem DFB Pokalsieg von Borussia Mönchengladbach, die im Nordparkstadion gewonnen werden (aberkannte Titel wegen Doping zählen nicht). Einladungen dazu werden rechtzeitig verschickt.
Neue Aufgaben
Wie schon erwähnt, war das neue Motto der KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. der Wahlspruch: "Freud und Leid liegen nah beieinander." Nun ging man daran, dieses auch in die Tat umzusetzen.
Die KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. hatte zwar in der Zwischenzeit in der örtlichen Presse den Beinamen "kleinste Karnevalsgesellschaft Deutschlands" bekommen, und das stimmte auch von den Aktiven her, jedoch war man jetzt darum bemüht, so viele passive Mitglieder wie möglich zu bekommen. Willi Wirtz hatte Mitgliedskarten entworfen und in der Karnevalssession versuchten die drei Aktiven, diese an den Mann und an die Frau zu bringen. Für mindestens 10,- DM, heute 5,- Euro konnte man passives Mitglied der kleinsten Karnevalsgesellschaft Deutschlands werden. Den Erlös dieser Aktion hatten sie für die Kinderklinik in Neuwerk vorgesehen.
Nachdem die Leute über den Verbleib des Geldes aufgeklärt waren, traten sie freudig der KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. als passive Mitglieder bei und die Aktion wurde ein voller Erfolg.
Voller Stolz konnten die drei Aktiven, nach der Karnevalszeit 1998, im Beisein der Presse, dem Chefarzt Dr. Müller 999,99 DM für die Kinderklinik in Neuwerk übergeben.
Bei einer Besichtigung der Stationen der Kinderklinik konnten Willi Wirtz, Kurt Peters und Ralf Kremer sich vom sinnvollen Einsatz der Spendengelder überzeugen. Dieser Besuch hat bei den Dreien einen bleibenden Eindruck hinterlassen und ermunterte die Akteure zu noch mehr Einsatz in den nächsten Sessionen.
Das äußere Erscheinungsbild
Von nun an zogen die Drei im schwarzen Anzug und Melone sowie dem Gesellschaftskoffer, bestückt mit allen wichtigen Utensilien, oder aber auch als bunte Clowns durch die Säle der Stadt und warben um passive Mitglieder für den guten Zweck. So besuchten sie z.B. in der kurzen Karnevalssession 2001/2002 über 30 Veranstaltungen in der Stadt. Genau in dieser Session hatte man als Karnevalsmotto der Stadt Mönchengladbach herausgegeben: "Gladbach zieht die Narren an". Dieses Motto veranlaßte die KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. zu folgendem Brief an den Bezirksvorsteher Norbert Post:
Neuwerk, den 06.12.2001
zur Weiterleitung an die zuständigen Gremien der Stadt Mönchengladbach
Sehr geehrte Damen und Herrn
Uns kennt fast jeder, der mit Karneval zu tun hat. (bekannt durch Rundfunk und Zeitungen)
Wir, die kleinste Karnevalsgesellschaft Deutschlands 3 aktive Mitglieder -, Kurt Peters, Ralf Kremer und Willi Wirtz, haben uns das Motto: "Freud und Leid liegen nah beieinander" auf die Fahne geschrieben. In den letzten Jahren haben wir für die Kinderklinik Neuwerk, durch den Verkauf von passiven Mitgliedskarten unserer Karnevalsgesellschaft fast 30.000 DM gesammelt und diese ohne einen Pfennig Abzug komplett weitergeleitet. Dies zur Einleitung.
Da die Stadt Mönchengladbach in Verbindung mit dem MKV das Karnevalsmotto "Gladbach zieht die Narren an" herausgegeben hat, fiel uns unser von Motten befallenes und stark gealtertes Outfit ein. Es besteht seit Jahren aus: Melone = Kopfbedeckung / Cut = Schwalbenschwanz / Hose = bunt kariert und Fliege. Wir hoffen, daß man zur Aussage des Mottos steht, und uns "Drei" kostenlos anzieht (einkleidet).
Wir bringen gerne zur ersten Anprobe die Presse mit um kundzutun, daß man in Mönchengladbach zu seinem Wort stellt. Herzlichen Dank im Voraus! Mit unserem Schlachtruf" Kinner jlövet" und herzlichen Grüßen
Willi Wirtz, Ralf Kremer, und Kurt Peters
Gesellschaftskoffer und Orden
Der Gesellschaftskoffer hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Wenn zum Beispiel jemand kommt, und möchte den Präsidenten der KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. sprechen, dann geht das angesprochene aktive Mitglied an den Koffer, holt die Präsidentenmütze heraus, setzt sie sich, nach § 3 der Satzung, auf und fragt: "Was kann ich für Sie tun?"
Eine ähnliche Verhaltensweise gibt es auch bei der Frage nach dem Kassierer. Man glaubt es kaum ("Kinner jlövet"), aber im Koffer befindet sich auch das "Mariechen" der Gesellschaft. Für ganz neugierige entpuppt sich dieses als "singender Fisch", welcher einmal aufgedreht, Töne von sich gibt, mit dem Schwanz wackelt und das Maul öffnet. Die neugierigen Karnevalisten, die das "Mariechen" unbedingt sehen wollen, müssen dieses dann aber auch "bützen", da geht kein Weg dran vorbei.
Im Koffer sind natürlich auch die Orden der Gesellschaft untergebracht, allerdings unterscheidet sich die Vergabe der Orden wieder einmal deutlich von den anderen Karnevalsgesellschaften. Nicht die Präsidenten, oder sonstige hochgestellte Karnevalsgrößen werden mit Orden bedacht, sondern eher die fleißigen Menschen im Hintergrund, die sonst niemand sieht, ohne die aber auch nichts geht. Aber auch die Leute, die sich in besonderem Maße um das Wohl der Mitmenschen kümmern, erhalten die Orden der KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. Die Entscheidung über eine Ordensvergabe wird vom Vorstand vor Ort, einfach so aus dem Bauch heraus, getroffen.
Bestes Beispiel hierfür ist die erste Ordensvergabe der neuen KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. Der Orden ging an die Klo-Frau in der Festhalle Eicken, da sie sich in besonderer Weise um die "Bedürfnisse" der Festversammlung in der Halle kümmerte und dafür noch nie eine Auszeichnung erhalten hatte.
Schon in den ersten Jahren hatte die KG "Kinner jlövet" eigene Orden. Sie waren selbst hergestellt, z.B. aus Salzteig gebacken. Andere Orden wurden von Geschäftsleuten gestiftet wie der "Wurstorden" oder der schon erwähnte "Flachmann-Orden".
In der heutigen Zeit gibt es, dank einiger Sponsoren, richtig schöne Karnevalsorden, deren Auflage allerdings auf 50 Stück pro Session limitiert ist. Auf Grund dieser geringen Stückzahl ist der Orden der KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. in Karnevalskreisen heiß begehrt, denn man kann ihn nicht käuflich erwerben, er kann nur verliehen werden.
Große Erfolge
Der erste Erfolg beflügelte die drei Akteure und mit Feuereifer stürzten sie sich in die nächsten Sessionen. Wie groß der Einsatz ist zeigt folgende Begebenheit: Kurt Peters wurde nach drei Wochen Krankenhausaufenthalt an einem Samstag um 14:00 Uhr entlassen. Um 18:00 Uhr stand er bereits im schwarzen Anzug mit Melone im Festzeit der KG "Immer lustig in Holt. Das ist doch Einsatz - oder?
Ob in den Neuwerker Gaststätten oder in den Festsälen befreundeter Karnevalsgesellschaften, immer hatten sie ihre passiven Mitgliedkarten dabei. Durch ihr soziales Engagement und ihr ungewöhnliches Auftreten wurden sie schnell über Presse und Rundfunk allerorten bekannt. Hier hatten sie einmal eine Stunde Sendezeit, um sich im Bürgerfunk auf Radio 90.1 darzustellen, was sie dann auch mit karnevalistischem Eifer taten. Wenn sie heute einen Festsaal betreten, brauchen sie nicht mehr lange Werbung für sich zu machen, im Gegenteil, an ihrem Tisch bilden sich Schlangen von Leuten welche ihren Beitrag bezahlen möchten. Ja beim Weihnachtsbaum verkauf des befreundeten Vereins Papillon gelang es den Dreien sogar, den Nikolaus als passives Mitglied zu gewinnen ("Kinner jlövet "). Sogar im Landtag war die kleinste Karnevalsgesellschaft Deutschlands, beim Empfang des Landtagspräsidenten, vollzählig angetreten. Hier wurden sie persönlich durch die Oberbürgermeisterin Monika Bartsch den Anwesenden Politikern und Karnevalisten vorgestellt.
So kann die KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. zum Beginn der 11. Karnevals-Session 2002 auf eine fast unglaublich positive Bilanz zurückschauen:
1998 = 999,99 DM
1999 = 3.333,33 DM
2000 = 10.011,11 DM
2001 = 13.333,33 DM
2002 = 9.009,99 Euro
Freunde und Gönner hatten jeweils den Betrag auf eine nächst jecke Summe aufgestockt. Dann konnten diese Gelder in jedem Jahr, ohne einen Pfennig oder Cent Abzug, voll Stolz an die Neuwerker Kinderklinik weiter gegeben werden.
Die Kassenprüfung
Nachdem der Hoppeditz beerdigt und das Fischessen als Abschluss der Session vorbei ist, hat der Kassierer Kurt Peters jede Menge Arbeit, die er aber sehr gerne erledigt. Alle passiven Mitglieder werden mit Anschrift und Spendenbetrag in Listen eingetragen.
Die Kontrollabschnitte werden sortiert und beigefügt. An einem, nur den Dreien bekannten Tag begibt man sich in die Gaststätte Lüpertz. Punkt 17:00 Uhr beginnt dann die Kassenprüfung. Der erste Gast, der das Lokal betritt wird als Kassenprüfer bestimmt und kann dieses hohe Ehrenamt nicht ablehnen (Getränke während der Prüfung werden gestellt).
Bisher gab es in all den Jahren keine Beanstandungen, was auch von den Prüfern schriftlich bestätigt wurde. Nur einmal, da mußte die Kassenprüferin Maria Lipinski vorher noch mal schnell nach Hause um die Kartoffeln vom Ofen zu nehmen.
Foto: Die KG "kinner jloevet" bei der Spendenübergabe nach Karneval
v. Links - Dr. Wolfgang Müller, Chefarzt Kinderklinik, Mönchengladbach-Neuwerk,
Marcel Klinken, Ralf Kremer , Kurt Peters und Prof. Dr. Wolfgang Koelfen Chefarzt der Kinderklinik im Elisabethkrankenhaus Rheydt.
Kassenprüfer der letzten Jahre waren:
1998 - Hans Josef Bodden
1999 - Wemer Leusth
2000 - Hans Peter Balten
2001 - Horst Schäfer
2002 - Werner Quade; Maria Lipinski
Auszeichnung: "Mensch(en) der guten Tat"
Einmal im Jahr verleiht die KG "Immer Lustig" Holt zusammen mit der Volksbank Mönchengladbach die Auszeichnung "Mensch (en) der guten Tat" an Leute, die sich besonders in sozialem Bereich innerhalb der Stadt einsetzen.
Eine Jury, bestehend aus Lothar Erbers (Volksbank), Günther Claßen (KG "Immer Lustig" Holt), Ex-Oberbürgermeisterin Monika Bartsch und Horst Thoren (Bezirksbundesmeister), hatte im Jahr 2002 entschieden, den Preis in diesem Jahr an die KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. zu vergeben.
Willi Wirtz erhielt eines Tages einen Anruf vom Chef der Volksbank, Lothar Erbers. In dem Gespräch lud er die KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. für Sonntag den 13.01.2002 zu einer festlichen Stunde in die Filiale der Volksbank in Holt ein. Die Drei machten sich also auf den Weg, hatten es aber gar nicht eilig; "wir müssen ja nicht unbedingt die Ersten sein" sagten sie sich. Als sie dann die Bank betraten wunderten sie sich über die viele Prominenz und daß die so guckten! Bald wurde ihnen klar, daß sie die Hauptpersonen dieser Feierstunde waren. Im Beisein des Prinzenpaares der Stadt, Brigitte und Gerald Seidel aus Neuwerk, sowie zahlreichen Gästen aus dem Karneval und dem öffentlichen Leben, wurde der oben genannte Preis an die KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. übergeben. Der mit der Auszeichnung verbundene Geldpreis in Höhe von 1.111,11 Euro wurde komplett der Spendenkasse zugeführt. Selbstverständlich nutzten die Drei auch diese Veranstaltung um neue passive Mitglieder zu werben.
Der Preis, eine vom Holter Präsidenten Hans Peter Jansen gestaltete Glas-Stele wurde den Wirtsleuten Irmgard und Heinz Josef Lüpertz übergeben und in ihrem Lokale ausgestellt. Da die Gaststätte Lüpertz Ende 2002 geschlossen wird, geht dieser Preis an das Karnevalsmuseum der Stadt Mönchengladbach im alten Zeughaus und kann dort neben vielen schönen anderen Ausstellungsstücken des städtischen Karnevals besichtigt werden.
Dank an die passiven Mitglieder
Einmal im Jahr erhalten alle passiven Mitglieder ein Schreiben der KG "Kinner jlövet" Neuwerk n.e.V. Hierin geben die aktiven Mitglieder der Gesellschaft den Erlös der vergangenen Session bekannt und bedanken sich bei allen, die dazu beigetragen haben.
Heutige (2009) Mitglieder: Kurt Peters, Ralf Kremer und Marcel Klinken. (siehe Foto oben)
Keiner glaubt es -
Die kleinste ist auch die größte Karnevalsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach.
Kurt Peters, Ralf Kremer und Marcel Klinken sind die aktiven Mitglieder der KG „Kinner Jloevet n.e.V.” (nicht eingetragener Verein). Sie verkauften auf ihrer Tour durch den Karneval immer wieder ihre Mitgliedskarten für passive Mitglieder.
Auch in der letzten Session gab es Dank einiger großzügiger Einzelspender ein sehr erfreuliches Ergebnis. Die drei Karnevalisten erzielten den erfreulichen (karnevalistischen) Betrag von 10.000 und 11 Euro.
Kinner Jloevet (Keiner glaubt es), die drei sammeln Jahr für Jahr eine Menge Geld für die beiden Kinderkliniken in unserer Stadt. Alles Gespendete geht in die Kasse. Ausgaben werden aus der eigenen Geldbörse bezahlt.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Elisabeth-Krankenhaus übergaben die Karnevalisten ihre gesammelten Spenden an die beiden Chefärzte der Mönchengladbacher Kinderkliniken. Prof. Dr. Wolfgang Kölfen (Kinderklinik im Elisabeth-Krankenhaus Rheydt) und sein Kollege Dr. Wolfgang Müller (Kinderklinik im Krankenhaus Neuwerk) freuten sich über jeweils der Hälfte der Spenden.
Bein Abschied im Elisabeth-Krankenhaus versprachen die drei ein Wiedersehen zur Übergabe im nächsten Jahr in der Kinderklinik Neuwerk. Da der Übergabestandort jährlich wechselt, ist Dr. Müller im nächsten Jahr der Gastgeber des nachkarnevalistischen Kaffeeklatsches.
Kontakt zur Geschäftstelle der kleinsten KG:
Ralf Kremer, Abtshoferstr. 19, 41066 Mönchengladbach
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