Chronik Wanlo
Wanlo Teil 1
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Chronik des Dorfes Wanlo - Teil 3Der Kirch- und Friedhof von WanloDer jüdische Friedhof in Wanlo Bau eines neuen Jugendheimes in Wanlo (1964 – 1966) Geschichten vom Wildenrather–Hof – Wanlo Marienkapelle am Rittergut Wildenrath – Wanlo Fahrrad-Pilgerreise (2007) von Alfred Brücher - Wanlo Der Kirch- und Friedhof von WanloDie Toten fanden im Mittelalter im Umfeld der Pfarrkirche ihre letzte Ruhestätte. Diese hieß deshalb Kirchhof. Die Bestattung in der Kirche blieb den Pfarrern, Adeligen und Begüterten vorbehalten. Da die alten Kirchhöfe verhältnismäßig klein waren und nicht vergrößert werden konnten, mussten die Gräber oft geöffnet und neu belegt werden. Die dabei ausgegrabenen Gebeine wurden gesammelt und in Beinhäuser beigesetzt. Dies ist 1642 für Wanlo bezeugt. Durch Platzmangel, staatliche Anordnungen und Hygiene - Vorschriften war Wanlo gezwungen den Kirchhof an den Dorfrand zu verlegen. Der neue Begräbnisplatz wurde 1872 an den Ortsausgang der (heutigen) Hochstraße verlegt und wurde nun Friedhof genannt. Quelle: Erkelenzer Börde und Niersquellengebiet von Karl L. Mackes [Der Chronist Heinrich Küppers bezeichnete dieses Buch als Teil der Chronik des Dorfes Wanlo] Der jüdische Friedhof in WanloDer jüdische Friedhof von Wanlo ist ca. 721 qm groß und liegt östlich vom Stahlenend am Hochneukircher Fließ und ist über den alten Odenkirchener Weg zu erreichen. Er steht heute im Eigentum des Landesverbandes der jüdischen Kultusgemeinde von Nordrhein in Düsseldorf.(Stadtarchiv MG - Wickrath 26 c) Der Friedhof dürfte schon etwa 300 Jahre lang bestehen. Die Wanloer Israeliten stellten am 18.2.1869 den Antrag, ihren Begräbnisplatz vergrößern zu dürfen. Er bestand zu dieser Zeit aus einer nur wenige Ruten großen Parzelle des Kappelshofes und lag am Schramberg. Die hiesigen Juden konnten ihrem Antrag keinen Besitztitel über das Grundstück beifügen. Sie beriefen sich darauf, daß ein früherer Inhaber des Kappelshofes vor etwa 200 Jahren das Stück Ödland, auf dem der Friedhof errichtet wurde, der Wanloer jüdischen Gemeinde geschenkt habe. Nach dem vorgesehenen Ankauf von weiteren 19 – 20 Ruten Land wurde den Israeliten ein rechtsgültiger Besitztitel vom Inhaber des Kappelshofes in Aussicht gestellt. (HSTAD Reg. Düsseldorf 11 147, Begräbnisplatz zu Wanlo 1836 – 66; ebd. Landratsamt Grevenbroich 245) Auszug aus "Juden in Mönchengladbach, Band 2, Günter Erckens, 1989, Seite 485": Der jüdische Friedhof in Wanlo. Dieser außerhalb des Dorfkerns gelegene Friedhof am Stahlenend, zwischen Wirtschaftsweg und dem Hochneukirchen Flieth in der Nähe der Landstraße L 368 zwischen Wickrath und Wanlo gelegen und 721 Quadratmeter groß, war schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg eingeebnet worden. Obwohl er damals "komplett belegt" war, erinnert heute nichts mehr an seine Existenz. Es sind auch keine Grabsteine von ihm erhalten. Adresse: Stahlenend (am Stollenend), zwischen Wirtschaftsweg und Hochneukirchener Flieth in der Nähe der Landstraße L368 (Flur 1, Nr. 7) Der Jüdische Friedhof war vollständig belegt als er 1939 nach Erwerb durch einen Landwirt eingeebnet wurde. Heute ist der Begräbnisplatz nicht mehr zu erkennen. An der Stelle, wo früher der jüdische Friedhof war (Schramberg), wurde ein großer Gedenkstein mit Schrifttafel errichtet. Bau eines neuen Jugendheimes (1964 – 1966)Von Chronist Heinrich Küppers +Das alte Jugendheim, das zusammen mit der Küsterwohnung an der Kirchstraße stand, war im 2. Weltkrieg durch eine Bombe stark beschädigt worden. Unter Pfarrer Gau [Adolf Gau, Pfarrer in Wanlo von 1947 bis 1957] wurde das Gebäude, der damaligen, allgemeinen Notlage entsprechend, durch "Eigenleistungen" wieder aufgebaut. Für Jugendräume standen nur zwei Zimmer zur Verfügung.1956 übernahm Lehrer Küppers [Chronist Küppers] die Jugendgruppe der älteren Jahrgänge (18 bis 23 Jahre alt), während Pfarrer Gau die jüngeren Jahrgänge betreute. Da die Gruppe der älteren Jahrgänge reges Interesse an den Abenden hatte, wurden diese zum „Jugend – Seminar“ umgestaltet, an dem auch auswärtige „Referenten“, sei es vom Bistum [Aachen], von der Gemeinde [Wickrath] oder vom Kreis [Grevenbroich], zur Verfügung gestellt wurden. Von den genannten Amtsstellen wurden auch finanzielle Mittel bereit gestellt. 1962 wurden dann die ersten Kurse für Erwachsene, wie Zuschneide – und Kochkurse und später Abende mit Themen über Ehe, Familie, Erziehung, Religion, Kirche u.a.m. durchgeführt. Zu allen Kursen wurden fast stets auswärtige Referenten herangezogen. Für den Ort Wanlo war der Besuch der Veranstaltungen sehr rege. Zunächst fanden die „Erwachsenen – Kurse“ im Schulgebäude statt, doch schien es angebracht, ein neues Jugendheim zu errichten, das der Jugend – und Erwachsenenbildung einen „angepaßten“ äußeren Rahmen vorzuweisen hatte. Nach der Vorlage eines Kostenvoranschlages durch den Architekten Herrn Eberhard Corcilius [Ehefrau = geb. Schön - Wanlo] wurde ein Termin mit der Finanzabteilung des Bistums Aachen vereinbart, an dem Herr Horst vom Kreisjugendamt Grevenbroich, Herr Architekt Corcilius und Herr Hauptlehrer [Heinrich] Küppers teilnahmen. Zunächst wurden vom Bistum nur 90.000,--DM für den Bau vorgeschlagen. Nach Darlegung der regen Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung und der Zusage des Kreises Grevenbroich, sich an einer höheren Finanzierung zu beteiligen, wurde die Höhe der Kosten auf 150.000,--DM festgelegt. Einige Wochen später fand dann ein Gespräch mit dem Landschaftsverband Rheinland in Köln statt. An diesem Gespräch nahmen Pfarrer Erb [Paul Gottfried Erb, Pfarrer in Wanlo von 1958 bis 1969], Herr Corcilius und Herr Hauptlehrer Küppers teil. Der Landschaftsverband war mit dem Bau des Jugendheimes und der Verteilung der Bausumme auf die einzelnen Körperschaften einverstanden und bewilligte ebenfalls einen Zuschuß. Am 4. 4. 1966 wurde mit den Baumaßnahmen begonnen. Eröffnung und Einweihung durch Pfarrer Erb erfolgte am 27.11.1966. Die Gesamtkosten betrugen einschließlich Nebenkosten und Einrichtung 115.000,--DM. Geschichten vom Wildenrather–Hof – Wanlovon Hans-Ludwig Hoffmann und Heinz-Josef KatzAbseits, am Südausgang des Dorfes Wanlo an der Niers, liegt (Richtung Kuckum) der Wildenratherhof.Der Ort Wanlo, erstmalig in der fränkischen Zeit im Jahre 861 in einer Urkunde erwähnt, liegt an einer alten Römerstraße von Rheydt – Mülfort nach Jackerath. Die am Südhang des Dorfes vorbeifließende Niers entspringt im Bruch, in der Nähe des früheren, zur Bürgermeisterei Wanlo gehörenden Dorfes Kuckum. Während man am linken Niederrhein viel von Wasserburgen spricht, so nennt man hier im Quellgebiet der Niers den Wildenratherhof das „Haus“, ein durch Wassergräben und starkem Torbau mit Fallbrücke geschütztes Herrengut. Im Jahre 1586 fielen spanische Truppen in Wanlo ein und zerstörten neben anderen Häusern den Wildenratherhof. Robert und Bernhard von Wildenrath = Vater und Sohn, Besitzer des Wildenratherhofes, wurden 1587 getötet. Mit einem Brett soll man ihnen den Kopf abgesägt haben. Dieses Brett ist lange in der hiesigen Kirche aufbewahrt worden und eine Tafel in der Sakristei erinnert noch an dieses Ereignis. (Leider nicht mehr vorhanden) In den Friedensjahrzehnten, die dem Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763) folgten, wurde der Hof wieder neu aufgebaut bzw. umgebaut. Die Fallbrücke wurde dabei durch eine steinerne ersetzt, die Fenster vergrößert und stark vergittert, die Wirtschaftsräume erweitert und nach außen hin durch eine starke Mauer abgeschlossen. Das Wohnhaus wurde im Barockstil mit Freitreppe ausgestattet. Die Haus- und Hofanlage zeigte niederfränkischen Baustil, das heißt, das Wohnhaus mit Toreinfahrt, Stallungen, Scheune und Backhaus (Backes) umschlossen einen Hofraum mit Dunghaufen. Während früher in der Regel Getreide-, Kartoffel- und Flachsanbau betrieben wurde, werden seit der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben um 1870 herum intensiv Zuckerrüben angebaut, wobei natürlich der entsprechende Halmfrucht- und Futteranbau planmäßig in die Fruchtfolge einbezogen wurde. Saftige Niers-Weiden lieferten das Futter für eine große Viehherde. Auch die Hengst–Zucht war bedingt durch die Nähe des preußischen Landgestütes Wickrath, unter dem damaligen Besitzer des Wildenratherhofes Josef Sauerland aus Buchholz bei Bedburg / Erft, sehr umfangreich Mit fortschreitendem Alter des Hofes und bedingt durch Kriegseinwirkungen wurde in den letzten Jahren (ab 1947) manche bauliche Instandsetzung bzw. rationelle Umänderung erforderlich, ohne damit den Gebäulichkeiten auch nur annähernd den Charakter des alten Hauses zu nehmen. Am 1.1.1946 Übernahme des Wildenratherhofes durch die Eheleute Anny und Hans Hoffmann. Betriebsgröße = 53,50 Hektar. * 1960 Abschaffung des gesamten Viehbestandes und Aufstallung einer Herdbuchherde (32) – tbc und abortus bang frei. * Seit Juli 1965 Bullenmast (Fleckvieh / Frühentwöhnung) * Oktober 1965 Verkauf der gesamten Herdbuchtiere über eine Auktion in Krefeld. Renovierung des Kuhstalles. * 1967 Entfernung der Dungstätte aus dem Hofraum und Verlegung längs des Kuhstalles nach außen. * Seit 1967 werden 30 ha in Holzheim bei Neuß (Erbschaft von Hans Hoffmann) von Wanlo aus mit bewirtschaftet, teilweise Landverlagerung von Holzheim nach Wanlo, durch Landkauf in Wanlo und durch Flurbereinigung. * Nach Aufgabe der Bullenmast 1968 Umbruch aller Niersweiden, begünstigt durch die Absenkung des Grundwasserspiegels durch "Rheinbraun". Scheune und Kuhstall wurden umgebaut und dienen als Lagerraum für Getreide. Dazu wurden in der Scheune 4 Silos aufgestellt mit einem Fassungsvermögen von je 400 dt Ferner stehen 3 Düngersilos mit einem Fassungsvermögen von je 30 to zur Verfügung. Rheinbraun legte 1974 einen 26 m tiefen Brunnen zur Speisung des Ringgrabens um den Hof an, im Zusammenhang mit der Grundwasserabsenkung. Zwei Hofzufahrten, Abstellplatz entlang des früheren Kuhstalles und der gesamte Hofraum wurden mit Verbundsteinen gepflastert. Zahlreiche Anpflanzungen von Bäumen, Sträuchern und wechselnden Blumen zieren die Umgebung des Wildenratherhofes mit seiner Gesamtgröße von 105,27 ha. Vom Adelssitz zum bürgerlichen AnwesenGelesen im "Niersbote" vom 4. Juli 2003Am Ortsrand von Wanlo liegt an der Niers ein von Wassergräben umgebenes stattliches Gehöft. Es war bis zum 19. Jahrhundert ein landtagsfähiges Rittergut. Der Adelssitz, der einst dem Grafen von Arce–Hochstaden gehörte, fiel über den Herrn von Dyck vor 1251 durch Kauf an die Grafen von Jülich. Am Ende des 14. Jahrhunderts übertrugen die Herzöge von Jülich den Rittersitz Dyck zu Wanlo an die Edelherren von Wildenrath zu Erbpachtrecht. Die Edelherren von Wildenrath zu Wanlo führten 1526 in ihrem Spiegel einen Schild mit 3 Querbalken und auf dem Helm einen nach rechts gewandten wachenden Löwen. Der Spiegelschild des Robert von Wildenrath von Hagen war 1640 senkrecht in 2 Hälften geteilt. Die rechte zierte die 3 Wildenrath’schen Querbalken, die linke zwei sich kreuzende Stäbe. Generationen dieser Familie saßen auf dem nach ihr benannten Rittersitz Wildenrath zu Wanlo. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts blieben neben Generationen der Freiherren und Grafen von Leerodt im Bezirk des Wildenrather Hofes. Ihre Nachkommen und Verwandten führten am 28. Oktober 1845 eine Erbauseinandersetzung durch. Der gesamte Leerodtsche Besitz wurde in verschiedene Lose aufgeteilt. Das II. Los mit dem Wanloer Rittersitz fiel an die Freifrau Adelheid von Maillot geborene von Leerodt. Am 16. Juli 1858 veräußerten Freiherr Maximillian und Adelheid von Maillot den Wildenrather Hof an die Eheleute Christian Jorissen und Christine geborene Jopen, Ackersleute in Wanlo. Damit kam der Hof erstmalig in bäuerlichen Besitz. Um 1890 erwarb Josef Sauerland den Hof. Er hielt 1927 10 Pferde, 35 Stück Rindvieh und 15 Schweine. Das Gut war 55 ha groß. Josef Sauerland verstarb 1943 kinderlos, das Anwesen vermachte er seinem Neffen Ludwig Decker. Dieser übertrug den Hof 1946 seiner jüngsten Tochter Anny Hoffmann – Decker. Seit 1977 befindet sich das Rittergut Wildenrath im Alleineigentum ihres Sohnes Hans-Ludwig Hoffmann, der heute auf dem Rittergut Wildenrath eine Gastronomie, einen Streichelzoo und eine 18-Loch-Golfanlage betreibt. Marienkapelle am Rittergut Wildenrath - WanloAm 13. Mai 2007 wurde die Marienkapelle am Rittergut Wildenrath vom Wanloer Pfarrer Hans-Josef Schuck eingesegnet. Die Kapelle, mit den Maßen zwei mal zwei Meter, steht am Rande vor dem Eingang zur Gastronomie "Göpel". Hans-Ludwig Hoffmann, der Eigentümer des Rittergutes, hat diese Kapelle im Herbst 2006 eigenhändig gebaut. Lediglich das Dach, das Schmiedeeiserne Tor und die Marmorarbeiten wurden von Fachfirmen ausgeführt. Noch hängt links vom Eingang eine Glocke, die in einer Glockengießerei in der Eifel extra für diese Marienkapelle gegossen wurde. Diese Glocke kommt in Kürze in einen kleinen Glockenturm auf die Kapelle. Der Marienverehrer Hans-Ludwig Hoffmann hat für diese Kapelle extra im Schwarzwald, bei einem Holzschnitzer, eine Madonna anfertigen lassen. Diese kann in der Kapelle durch das Tor betrachtet werden. Vorbei pilgernde Matthias-Bruderschaften können, nach Voranmeldung, früh Morgens an der Kapelle besinnlich innehalten und werden von Hans-Ludwig Hoffmann persönlich empfangen und zum Frühstück in der Gastronomie versorgt. Den Pilgern, aber auch Hochzeits-Paaren, die im Rittergut feiern, wird natürlich das schwere Eisentor geöffnet. Schön, daß es in der heutigen Zeit noch Menschen gibt, die so etwas machen!Text und Fotos: Chronist Heinz-Josef KatzFahrrad-Pilgerreise von Alfred Brücher im Jahre 2007Alfred Brücher, Gormannsgasse 10, 41189 Mönchengladbach-Wanlo.Strecke: Mönchengladbach-Wanlo über Vlodrop/NL, durch Belgien, Frankreich und über den Jakobsweg nach Santiago de Compostela/Spanien. Santiago de Compostela (S.d.C.) ist die Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft Galicien und hat rund 93.000 Einwohner (Stand 2005). Die Stadt ist katholischer Erzbischofsitz und Wallfahrtsort, Ziel des Jakobswegs. Der Name setzt sich zusammen aus Santiago (deutsch: heiliger Jakob) Der zweite Namensteil wird verschieden gedeutet. Wegen der Erwähnung einer Lichterscheinung in Zusammenhang mit dem Jakobsgrab wird gern das lateinische campus stellae – Sternenfeld angenommen. Allgemein geht man heute von einem Friedhof an einer Straße als Namensgeber aus und erklärt etwa mit lateinisch compostum – Friedhof. Pilgerreise in drei Etappen:1. Etappe: 20.05. – 26.05. 2007 = 7 Tage2.Etappe: 03.07. – 11.07. 2007 = 9 Tage 3.Etappe: 04.08. – 15.08. 2007 = 12 Tage Vorwort:Während meines gesamten „Rentnerlebens“, also seit fast 6 Jahren, war es ein großer Wunsch von mir, einmal von meinem Wohnort Wanlo bis nach Santiago de Compostela in Spanien (Jakobsweg) mit dem Fahrrad zu fahren. Da ich jedoch während dieser Zeit „innerfamiliär arbeitsmäßig“ eingebunden war, schob ich diesen Wunsch immer wieder nach hinten.Im April des Jahres 2007 befasste ich mich nun ernsthaft mit der Angelegenheit und begann mit der Organisation der Reise. Zudem suchte ich in meinem Umfeld nach Mitfahrer. Die Suche nach einem Mitfahrer verlief leider negativ. Zudem wurde ich für mein Vorhaben aus meinem Bekanntenkreis für „verrückt“ erklärt. Also beschloss ich, die Fahrt alleine durchzuführen. Da ich bereits für Juni und Juli jeweils einen zweiwöchigen Urlaub nach Ägypten und in Tunesien gebucht hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als die Reise auf 3 Etappen zu verteilen oder aber erst im August antreten. Ich entschied mich jedoch für die Verteilung auf 3 Etappen. 1. Etappe vom 20.05. – 26.05. 2007
Am 18.05. nahm ich noch an einer Familienfeier teil und starte am Morgen des 20.05. mit 16 kg Gepäck und 21 kg schwerem Fahrrad. Die erste Tagesreise führte mich über Erkelenz, Wassenberg nach Vlodrop/NL. Ab dort fuhr ich dann weiter Richtung Belgien bis ich nach 147 km zur Übernachtung in Huy/Belgien ankam. Hier gab es den ersten Hinweis auf den Jakobsweg. Eine Jakobsmuschel aus Messing war vor der Kirche in den Gehweg eingelassen. Immer entlang der Maas radelte ich bis nach Revin in Nordfrankreich wo die 2. Übernachtung stattfand. In zügiger Fahrt ging es über Charlesville-Meziers bis kurz vor Reims. Am 4. Tag durchquerte ich bei schönem Frühsommerwetter die sehenswerte Champagne und fuhr 112 km bergauf und bergab bis nach La Ferthe Gaucher zu einer weiteren Übernachtung. Ein sonniger und warmer Tag begleitete mich durch hügeliges Gelände über 114 km zur Übernachtung nach Nemours. Eine unspektakuläre Strecke führte mich nun so langsam in Richtung Loire, die ich bei dem schönen Ort Chateauneuf erreichte. Auf dem Loiredeich radelte ich bei sehr schwülem Wetter bis nach Orleans. Weil der Wetterbericht für mehrere Tage Gewitter/Regenwetter meldete, entschloss ich mich dazu, hier die 1. Teilstrecke nach 703 km zu beenden und die Rückreise anzutreten. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 28. Mai 2010 ) |