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Wickrathberg
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Aktuelles
Vereine in Wickrathberg

Die Wickrathberger Kirche
Die evangelische Volksschule
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"Et Schlenk-looek"
kath. Notkirche

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Wickrathberg ist ein ländliches Dorf im Stadtbezirk Wickrath der Stadt Mönchengladbach, hatte am 30.6.2010 2.170 Einwohner und zählt mit Beckrath und Herrath zu den reformierten Dörfern.


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BürgerZeitung
BürgerRadio

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Hallo Mitbürger
Ich bin bei der Bürgerzeitung u.a. für den Stadtbezirk Wickrath zuständig.
Schickt mir eure Berichte für eine Veröffentlichung.
Und - Fotos sind wie das Salz in der Suppe.

Bericht als einfaches Word-Dokument. Fotos in großer Auflösung als JPEG-Datei.


Diese Seite steht natürlich allen Wickrathberger Vereinen offen!
Internet lebt vom "Mitmachen"!


* * * Aktuelles + Termine * * *

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Welch ein Glück: Nun, Mitte März 2011, bekam ich eine eMail mit der Frage: "möchten Sie das Buch "Kriegsgüße" haben?"
Antwort: "Natürlich, da ich es noch nicht in meinem Archiv habe".
Und nun, zwei Tage später, ist es in meinem Besitz.

DANKE
der Familie Spürk aus Köln für das Geschenk!






Montag, 12. Dezember 2011, um 19:30 Uhr,
findet in der Gaststätte „La Isolana“, Wickrathberg, Berger Dorfstraße,
die Jahreshauptversammlung des SV Wickrathberg 1906 e.V.statt.

Tagesordnung:
1. Begrüßung durch den Vorsitzenden, Feststellung der erschienenen Mitglieder
2. Gedenken der Verstorbenen
3. Berichterstattungen

3.1 Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung
3.2 Jahresbericht der Jugendabteilung
3.3 Jahresbericht
3.4 Kassenbericht der Jugendabteilung
3.5 Kassenbericht
3.6 Bericht der Kassenprüfer, Entlastung des Kassierers
3.7 Aussprache zu den Berichten


4. Neuwahlen des erweiterten Vorstandes

4.1 Wahl des 2. Vorsitzenden
4.2 Wahl des 2. Geschäftsführers
4.3 Wahl des 2. Kassierers
4.4 Wahl der Beisitzer
4.5 Wahl der Kassenprüfer


5. Festsetzung der Aufnahme- und Jahresbeiträge
6. Anträge
Anträge sind bis spätestens 3 Tage vor der Versammlung beim Vorsitzenden Klaus Brüser,
Hochneukircher Weg 19, 41189 Mönchengladbach einzureichen.
7. Verschiedenes
Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten

Kurzbericht zur JHV 2010 des Heimat- und Denkmalpflegevereins Wickrathberg

Am 26. März konnte Peter Neuß, Vorsitzender des Vereins für Heimat- und Denkmalpflege zahlreiche „Berger“ begrüßen.

Ansichtskarte von 1916 - Archiv KATZ
Ansichtskarte von 1916 - Archiv KATZ
Sehr erfreut war Peter Neuß, da er zwei neue Mitglieder im Vorstand begrüßen konnte. Dieser setzt sich nun zusammen aus:
1. Vorsitzender: Peter Neuß
2. Vorsitzender: Karl-Heinz Reinhard
1. Kassierer: Jürgen Neugebauer
2. Kassiererin: Sigrid Lammertz
Schriftführer: Thomas Steinert
Beisitzer: Karl Meyer, Heinz-Dieter Waidner, Josef Müller und Achim Wilms
Kassenprüfer: Horst Scholten, Georg Hoffmann und Manfred Reiners

Zur Kassenlage konnte er berichten, daß diese stabil ist und der Beitrag auch weiterhin 5 Euro beträgt.

Zum 80jährigen Vereinsjubiläum laufen die Vorbereitungen schon auf Hochtouren. In diesem Jahr wird wieder auf der Berger Dorfstraße, die für diese Veranstaltung gesperrt wird, die "Wickrathberger Schlemmermeile" veranstaltet. Dabei sind die Berger Wirte, die Ev. Kirchengemeinde mit ihren Gruppen, sowie alle Vereine beteiligt. Den Besuchern werden an den Ständen kulinarische Köstlichkeiten angeboten. Auf der großen Bühne vor der ev. Kirche wird ein interessantes Programm angeboten, wie z.B. Life-Musik. Man kann schon jetzt auf den vielversprechenden Sonntag gespannt sein.

Zum Abschluß der Jahreshauptversammlung wurde der Film „Mönchengladbach und Rheydt in den Nachkriegszeiten“ gezeigt, der auf großes Interesse stieß.

Veranstaltungskalender Wickrathberg 2011

Sonntag, 18. Dezember 2011
Weihnachtsfeier der „Eintracht“ im evangelischen Gemeindehaus
Beginn: 15:00 Uhr


Samstag, 14. November 2009
Treffen der "Ehemaligen" des Kriegsgefangenenlagers Wickrathberg

Treffen der „Ehemaligen“ des Gefangenenlagers in Wickrathberg

Der Verein für Heimat- und Denkmalpflege, unter der Leitung von Peter Neuß, hatte zum Vortag des Volkstrauertages wieder die „Ehemaligen“ des „Kriegsgefangenenlagers Wickrathberg” eingeladen. Diesmal gingen die Einladungen allerdings „nur“ an diejenigen, die im Umkreis von Wickrathberg wohnen. Somit hatten die weiteste Anreise ein „Ehemaliger“ aus Köln und einer aus Bonn-Bad Godesberg.

Peter Neuß, der Vorsitzende des Vereins für Heimat- und Denkmalpflege Wickrathberg, begrüßte die Gäste und betonte dabei, daß noch weit mehr kommen könnten, aber viele verdrängen das im Lager erlebte. Es kamen auch einige Angehörige von den ehemaligen Lagerinsassen. Sie nahmen einige Bücher zu diesem Thema mit und bemerkten, daß sie einzig nur wissen, daß ihr Vater in diesem Lager war, aber der verdrängt dies, indem er nicht darüber spricht. Ebenfalls konnte Neuß die Witwe des verstorbenen Buchautors Herbert Reiners begrüßen.

Zwischenzeitlich war auch der neue Bezirksvorsteher Arno Oellers eingetroffen. Auch er begrüßte die Gäste und bemerkte, daß das eine sehr gute Entscheidung des Heimatvereins ist, dieses Treffen in regelmäßigen Abständen auszurichten. Es sollte dem Verein eine Verpflichtung sein, dieses Treffen auch weiterhin auszurichten.

Die Gäste wurden hervorragend von den Damen des Heimatvereins und von den Damen der evangelischen Frauenhilfe beköstigt. Zu Beginn gab es Kaffee und Kuchen. Dabei spielte Peter Neuß zwei Tonkassetten mit einem Interview und einer erzählten Geschichte zweier „Ehemaligen“ ab. Dabei konnte man von vielen ein Zustimmendes Nicken erkennen. Man sah aber auch bei einigen Tränen in den Augen.

Dann aber wurde es Still im Saal. Der „Ehemalige“ Heinz Pankuweit aus Bad-Godesberg trat an Mikrofon. Er hatte die Geschichte, so wie er es erlebt hatte aufgeschrieben und las das nun vor. Er korrigierte aber auch den Buchautor Herbert Reiners in einigen Punkten. Er bedankte sich beim Vorsitzenden des Heimatvereins und bei den Damen und Herrn, die für die umfangreichen Vorbereitungen Zeit, Arbeit und Ideen eingebracht hatten. „Ein derart aufmerksamer Empfang tut uns allen gut“ bemerkte er noch. Auch da konnte man von Allen zustimmendes Kopfnicken sehen. (Bericht von Heinz Pankuweit siehe unten)

Nach diesem Vortrag, gingen alle noch mal zum Gedenkstein, der von der Stadt Mönchengladbach neu gestaltet wurde. Alle freuten sich darüber, das sich auch die Stadt für den Gedenkstein einsetzt, der auch ein Mahnmal gegen das Vergessen ist.

Vereine in Wickrathberg

Evangelischer Kirchenchor Wickrathberg
Vorsitzende Johanna Heckermann, Kuckumer Acker 7, 41812 Erkelenz

Freiwillige Feuerwehr Mönchengladbach, Einheit Wickrathberg
Klaus Scheffer, Berger Dorfstraße 16, 41189 Wickrathberg

Förderverein der Ev. Kirchengemeinde Wickrathberg
Vorsitzender: Christoph Strunk, Schillingstaler Weg 37, 41189 Wickrath
Tel. 02166-54475 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Gesangverein "Eintracht" Wickrathberg
Vorsitzender: Jochem Enzenmüller, Sperlingweg 9, 41189 Wickrathberg
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Spielverein Wickrathberg 1906 e.V.
Vorsitzender: Klaus Brüser, Hochneukircher Weg 19, 41189 Wickrathberg
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Verein für Heimat- und Denkmalpflege Wickrathberg
Vorsitzender: Peter Neuß, Am Büschgen 26, 41189 Wickrathberg
Tel.: 02166-58076


Internetseiten aus Wickrathberg:

Ev. Kirchengemeinde Wickrathberg
Förderverein der Ev. Kirchengemeinde Wickrathberg
Spielverein Wickrathberg
Gesangverein Wickrathberg


Die Wickrathberger Kirche

Ev. Kirche Wickrathberg 2008
Ev. Kirche Wickrathberg 2008
Die Kirche, zu deren Pfarrsprengel der rechts der Niers gelegene Teil der Herrschaft Wickrath gehörte und die in der Erzdiözese Köln (Dekanat Bergheim) lag, wird 1220 erstmals erwähnt. Ab etwa 1530 war die Pfarre reformiert. Die Kirche wurde nach der Rückgabe des Wickrather Gotteshauses an die Katholiken im Jahre 1569 religiöses Zentrum der Reformierten in der Herrschaft Wickrath.

Der romanische Bau war als dreischiffige Basilika angelegt. Reste des romanischen Chors und das spätgotische Sternengewölbe sind noch erhalten. Um die Mitte des 18. Jh. wurde die Kirche vollständig umgebaut (Fenster, Mansarddach des Mittelschiffs, Haube des Westturms). Von der Rokokoausstattung aus den siebziger Jahren des 18. Jh. mit Orgel, Kanzel, Gestühl, besonders sehenswert die Grafenloge mit dem von zwei Bären flankierten Wappen der Quadt-Wickrath, die seit 1752 Reichsgrafen waren: Im Herzschild sehen wir zwei Wechselzinnenbalken (= Quadt), vom Beschauer links oben einen Adler (= Wickrath), darunter das Wappen der Herrschaft Loenen (Gelderland), rechts oben Wappen der Herrschaft Wildenborch (Gelderiand), darunter Wappen von Schwanenberg, im Schildfuß die Schlüssel des Geldrischen Erbhofmeisteramtes.

Quelle: Rheinische Kunststätten, Heft 255, 1981, Mönchengladbach-Wickrath, von Wolfgang Löhr.
Zum Tag des Denkmals, zweiter Sonntag im September, ist die Kirche zur Besichtigung von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Kostenfreie Führungen für Gruppen können nach Anmeldung im Gemeindeamt Tel. 02166-855506 gebucht werden.

Die evangelische Volksschule

Die Schulen und ihre Lehrer in Wickrathberg
Schon sehr früh gab es in Wickrathberg eine Schule, die sogenannte Pfarrschule. Eine Schule, die von der Kirchengemeinde eingerichtet und unterhalten wurde. Der Küster war zugleich Vorleser und unterrichtete die Kinder in Lesen, Schreiben, Beten und Singen. Er sollte ihnen vor allem den Heidelberger Katechismus erklären. Rechnen kam erst später dazu. Das Schulhaus stand rechts vom Aufgang zur Kirche. Es war ein zweistöckiges Gebäude, in dem sich unten das Schulzimmer und oben die Wohnung des Lehrers befand. Seit wann die Schule bestand ist nicht bekannt. Sicher ist aber, dass um 1600 ein Friedrich Vinkenberg Lehrer und Küster in Wickrathberg war.

Danach hatte die Schule sogar einen studierten Schulmeister, Johann Friedrich Reyger, der von 1644 bis 1650 in Wickrathberg tätig war. Außerdem war er Gerichtsschreiber des Reichsfreiherrn von Quadt zu Wickrath. Nachfolger von Reyger wurde 1650 – 1653 Hermann Camphausen und von 1653 – 1670 Franck Roelen. Danach war Anton Cremers von 1670 – 1690 Schulmeister in Berg. Die Pfarrschule in Wickrathberg war lange Zeit die einzige Volksschule in der Gemeinde. 1681 konnten die Evangelischen ihre Kinder in Wickrath in die dortige Klosterschule schicken.

In Wickrathberg wurde 1690 Matthias Wateler Küster und Lehrer. Er ging 1694 nach Stolberg. Sein Nachfolger war Johann Heinrich Belling, der 1707 in Wickrathberg starb. Dann kam ein gewisser Reinhard Kafferberg, der aber der Trunksucht verfallen war und 1736 abgesetzt werden musste. Johannes Schmitz aus Wickrath wurde dann von 1736 bis 1770 Küster und Schulmeister in Berg. 1770 wurde der junge Lehrer Johann Wilhelm von Stein angestellt. Er besaß ein hervorragendes Wissen, vor allem in Mathematik und wurde dafür Mitglied der mathematischen Gesellschaft in Hamburg. Wilhelm Blankertz war von 1778 – 1780 Lehrer an der Schule. Er musste schließlich entlassen werden weil er schwachsinnig war. Von 1784 – 1816 war Johann Clemem Schnebel Lehrer, wo er 66jährig starb.

Danach wurde Winand Wintzen aus Beckrath Lehrer in Berg. Im Winter besuchten 70 – 80 Kinder die Schule, im Sommer 50 – 60. Darum baute die Kirche hinter dem Schulhaus im Garten ein neues Schulhaus, in dem 130 Kinder Platz finden konnten.

Winand Wintzen legte 1835 sein Amt nieder und starb noch im gleichen Jahr 57jährig an Schwindsucht. Sein Nachfolger wurde Peter Püttbach. Zu seiner Zeit erhielt Wickrathberg eine neue Schule an der Straße nach Wickrath. Es war eine zweiklassige Schule, die 1856 gebaut wurde; Grundsteinlegung war am 26. März.

Die Erweiterung des Gebäudes um eine zusätzliche dritte Klasse und eine Hauptlehrerwohnung erfolgte im Jahre 1876. Püttbach trat 1862 in den Ruhestand. Von 1862 bis 1867 war Dietrich Hogeweg Lehrer in Wickrathberg. Hogeweg wurde bekannt als Vorsitzender des Vereins evangelischer Lehrer für Rheinland und Westfalen. Ihm folgte Wilhelm Lüngen, der von 1867 bis 1890 Hauptlehrer war.

Von 1890 bis 1924 war Hauptlehrer Wilhelm Rheinen an der Berger Schule. Rheinen wurde geboren am 1. August 1859 in Homberg am Niederrhein und verstarb am 5. Juni 1939 in Brackwede bei Bielefeld. Ihm verdanken wir unschätzbare Aufzeichnungen aus der Wickrathberger Geschichte.

Seit 1874 hatte die Schule auch eine Reihe Zweitlehrer, die schon ein Seminar besucht hatten. Am 1. Oktober 1924 wurde Ferdinand Schradin erster Lehrer an der Schule. Er trat am 30. September 1930 in den Ruhestand. Am 1. April 1931 wurde Hermann Orth mit der ersten Lehrerstelle betraut. In die 1876 errichtete 3. Klasse wurde die Lehrerin Luise Förster an die Schule berufen, an der sie bis 1893 tätig war. Von ihr stammt das Gedicht an Wickrathberg: "Wickrathberg du Heimatstätte". Sie starb 1913.

Nach ihr waren noch eine Reihe junger Lehrer an der Schule tätig, so unter anderem Gottfried Segschneider, der am 22. August 1914 als Soldat in Lothringen starb. Von 1945 – 1957 war Wilhelm Claßen als Hauptlehrer an der Schule tätig. Ihm folgte als Hauptlehrer Ernst Meyer bis zur Schließung am 27. Juni 1968. Auch für Emil Vits, der als Lehrer 40 Jahre lang in Wickrathberg erfolgreich gewirkt hatte, endete an diesem Tag der Schuldienst.

Das Schulgebäude der Wickrathberger Volksschule wurde auf Grund der Neuordnung des Schulwesens im I.ande NRW nicht mehr benötigt und - wie bereits erwähnt im Jahre 1968 geschlossen. Mit mehreren Protestmärschen nach Wickrath halten die Wickrathberger Eltern auf Initiative des Vereins für Heimat- und Denkmalpflege versucht ihre Schule zu retten: letztlich ohne Erfolg. In den 1970er Jahren wurde das Gebäude geschleift.
Quelle: Unser Dorf in Worten und Bildern – 75 Jahre Verein für Heimat- und Denkmalpflege Wickrathberg 2005

Schule und Poststelle Wickrathberg haben Tradition

von Cornelius Goeters +, Wickrathberg
Wickrathberg hatte schon vor 1677 ein ausgeprägtes Schulwesen. Cornelius Goeters, Heimatforscher aus Passion, kann dies belegen, und zwar mit Fotos, Zeichnungen und anderen Unterlagen.

Das Schulhaus, es lag parallel der heutigen Dorfstraße zwischen Denkmal, Kirche und Kremersplatz, war kein Riesengebäude. In jedem Falle aber wurde die Volks- und höhere Schule derart stark frequentiert, daß sie 1821 um ein Zimmer erweitert werden mußte.

Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude geschleift. Nachdem die Schule dann vorübergehend in renommierten Bürgerhäusern untergebracht war, erfolgte 1856 die Grundsteinlegung zu einem Neubau in der Straße „Auf dem Damm“. 1876 war eine erhebliche Ausweitung unabdingbar. Genutzt wurde das Schulhaus bis zur Neuordnung des Schulwesens im Lande Nordrhein - Westfalen im Jahre 1968.

Der letzte Schultag in der Berger Volksschule, die vorübergehend auch eine landwirtschaftliche Berufsschulklasse aufgenommen hat, war am 27. Juni 1968. Zwischenzeitlich wurde der Gebäudekomplex abgebrochen.

Cornelius Goeters wühlte und stöberte auch in den Akten, die Schlußsicheres über die Poststelle in Wickrathberg aussagen. Die Geschichte der Post in Berg begann danach 1838 im Hause Barten in der Dorfstraße. Im Haus Prinz / Tietenberg war sie bis nach dem 1. Weltkrieg untergebracht. Dann begann eine örtliche Wanderung der Post in Berg über Niersstraße, Auf dem Damm zurück zur Berger Dorfstraße. 42 Jahre hat Irmgard Tücking die Geschicke der Poststelle geleitet. Jetzt trat sie in den verdienten Ruhestand. Irmhild Band heißt ihre Nachfolgerin, übrigens eine echte Bergerin!

Die Wickrathberger Niersmühle

Von Heinz-Gerd Wöstemeyer, Wickrathberg

Stolz steht sie am Ufer der Niers in Wickrathberg - ein Schmuckstück des Ortes. Die Wickrathberger Wassermühle wurde um 1700 vom Grafen Quadt, Schloßherr zu Wickrath, im barocken Stil erbaut. Die Fenster-, Tor- und Türumrahmungen des Vordergebäudes sind in Liedberger Sandstein eingefaßt. Als eine der wenigen heute noch vorhandenen Wassermühlen an der Niers erinnert sie an die Zeit, als das Wasser der oberen Niers, von Kuckum bis etwa in Höhe Süchteln, 21 Mühlen antrieb. Das war Anfang des 19. Jahrhunderts. Bis zur Mündung der Niers bei Gennep/NL waren im Jahr 1836 insgesamt 49 Mühlen in Betrieb.

Walter und Adele Sessinghaus lieben ihre Mühle, die seit 1912 im Familienbesitz ist und heute von sieben Mietparteien bewohnt wird. „Ursprünglich war die Wickrathberger Mühle eine Ölmühle und als Lehen vom Grafen Quadt vergeben. Sie ist in der Wickrather Chronik im Jahr 1723 erwähnt“, erläutert Adele Sessinghaus und fährt fort: „zur Franzosenzeit unter Napoleon wurde sie verkauft und ging somit in Privatbesitz über.“ Bis 1950 trieb das Wasser der Niers drei Mahlwerke der Mühle an. Zwei dienten zur Herstellung von Weizenmehl und Roggenschrot. Das Gestüt Wickrath, der Priorshof, der Vogtshof und Spiersfelde gehörten zum Kreis der Kunden, zudem viele Bauern aus der Umgebung bis hin nach Mennrath und Günhoven. Mit dem dritten Mahlwerk wurde Quetschhafer als Futter für die Pferde produziert, denn neben dem Mühlenbetrieb wurden auf dem großen Anwesen Pferde gezüchtet. „Jährlich hatten wir zwei Fohlen“ erinnert sich Adele Sessinghaus, „wir hatten jede Menge Milchvieh, eine Schweinezucht mit öffentlicher Eberhaltung und bis zu hundert Schweinen“.

Vom dunkeln Kapitel in der deutschen Geschichte blieb auch die Sessinghaus‘sche Mühle nicht ganz verschont. Bei der Sprengung der Niersbrücke Ende Februar 1945 trafen mehrere Granaten das Gebäude schwer, die Mahlwerke wurden stark beschädigt. Adele Sessinghaus: „Die Wiesen hinter dem Haus waren übersät mit Granattrichtern, das Vieh irrte in der Gegend umher. Die Menschen im Ort wurden in der Kirche zusammengetrieben und danach in den Häusern hinter der Kirche untergebracht, wo man 14 Tage lang in Ungewißheit verharren mußte. Anschließend wurde der Mühlenbetrieb wieder in Ordnung gebracht, denn gerade in Notzeiten brauchten die Menschen die Mühle mehr denn je!“

Heutzutage ist die „Wickrathberger Wassermühle“ ein eingetragenes Denkmal. Um sie in Schuß zu halten müssen Walter und Adele Sessinghaus immer wieder „tief in die Tasche greifen“. In den 90er Jahren mußten neue Fenster eingebaut werden; erst kürzlich [2004] wurden das Dach restauriert und der Innenhof neu gestaltet. „So hält man sich dran“ bemerkt Adele Sessinghaus als sie die Türe zu den Mahlwerken aufschließt. Man mag nicht glauben, daß es mehr als 50 Jahre her ist, als hier zuletzt gemahlen wurde. Die Maschinen ruhen, doch irgendwo ganz leise im Hintergrund meint man das Klappern der Mühle zu hören: „das Klappern der Mühle am rauschenden Bach“.

„Et Schlenk-looek“ – ein Loch, das alles verschlingt.

Dank des Vereins für Heimat- und Denkmalpflege nun eine Idylle.
Et Schlenk-looek - Foto: Katz
Et Schlenk-looek - Foto: Katz
Die Ecke "Am Pastorat/Am Tannenwäldchen" war viele Jahre ein Schandfleck in Wickrathberg. Das „Schiefe Haus von Wickrathberg“, ehemalige Verstärkeranlage der Telekom, wurde schon lange nicht mehr genutzt und verwahrloste zusehends. „Et Schlenk-looek“, wie diese Ecke im Volksmund genannt wurde, war früher ein tiefes Loch mit großen Eichen umstellt, das alles verschlang. Wasser lief hinein, Schutt wurde hinein gekippt und auf wundersamer Weise verschwand alles. So neigte sich auch das alte Häuschen der Telekom immer mehr.

Der Verein für Heimat- und Denkmalpflege, unter dem Vorsitz von Peter Neuß, nahm sich diese Ecke vor und verwandelte sie mit viel Mühe und Geld in eine Idylle. Josef Müller hat in monatelanger, fachmännischer Arbeit in seiner Freizeit diesen Platz gepflastert. Dazu kamen noch viele Heimat verbundene „Berger“, die Hand anlegten. Auch fanden sich einige Anwohner, die die Patenschaft für die Bäume übernahmen. Nachahmer werden noch gesucht, da das „Schlenk Looek“ auch viel Zeit und Geld verschlingt. Das Grundstück dieser idyllischen Ecke mit Bäumen und Dorfbrunnen ist Eigentum des Heimatvereins und wird auch weiterhin liebevoll gepflegt. Die Raiffeisenbank Erkelenz übernahm die Kosten für den Brunnen. Die Arbeit von Josef Müller ist unbezahlbar! Die feierliche Einweihung war im Mai 2007.

Kath. Notkirche St. Nikolaus

Bei dem Bombenangriff am 26. Februar 1945 wurde die St. Antonius Pfarrkirche der Kath. Pfarrgemeinde Wickrath völlig zerstört. Die Adolf-Kempgen-Halle wurde „Notkirche“.

Notkirche Wickrathberg - Foto: Archiv VHD W-berg
Notkirche Wickrathberg - Foto: Archiv VHD W-berg
Eine weitere Notkirche wurde 1951 in Wickrathberg, „Auf dem Damm“, links neben dem ev. Friedhof gebaut. Diese Kirche wurde dem hl. Nikolaus geweiht. Den hl. Nikolaus hatte man gewählt, weil die ev. Kirche im Dorf zur Zeit, als sie noch katholisch war, diesem Heiligen geweiht war. Der Aachener Weihbischof Dr. Friedrich Hünermann weihte das provisorische Gotteshaus. Zum Aufbau der ca. 160 Quadratmeter großen Kirche hatten die Wickrathberger Katholiken erheblich beigetragen.

Diese Kirche wurde bis zu Fertigstellung der neu errichteten Pfarrkirche in Wickrath bis 1956 genutzt. Danach wurde sie geschleift und in Wanlo, am Schweinemarkt, neben der Niers als Hühnerstall wieder aufgebaut. Heute erinnert an die Stelle, wo sie einst gestanden hat, nur noch die Birken, die sie umrahmt hatte und die Erhöhung, auf der sie gestanden hat.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Februar 2012 )